14.5.08

Reise zurück in die Krokuszeit

Über Pfingsten waren wir im Riesengebirge. Dort hatte gerade das Tauwetter eingesetzt. Die Wiesen und kleine Bäume waren noch ganz plattgedrückt von den Schneemassen, die bis vor ein paar Tagen auf ihnen lasteten.

Riesengebirge 2008 (02)

Bei viel Sonne und 15°C im Schatten konnte man aber förmlich zusehen, wie die Schneeberge schmolzen und kleine Rinnsale anschwollen.

Riesengebirge 2008 (71)

Wie es sich für einen richtigen Frühling gehört, blühten im Garten unseres Ferienhauses die Krokusse.

Riesengebirge 2008 (06)

Aber auch die Bergwiesen erwachten aus dem Winterschlaf,

Riesengebirge 2008 (79)

Riesengebirge 2008 (76)

und im Wald zeigten sich seltsame Gewächse, deren Namen ich nicht kenne. Wer weiß, worum es sich handelt, steuere bitte etwas zu meiner Bildung bei!

Riesengebirge 2008 (68)

Riesengebirge 2008 (67)

In die höheren Regionen war der Frühling allerdings noch nicht vorgedrungen, wie dieses Schild und das Geländer auf der Schneekoppe eindrucksvoll belegen.

Riesengebirge 2008 (35)

Riesengebirge 2008 (34)

Gemüse: Sie sind grün!

Es ist wie so oft: Mit dem Reifeprozeß läßt die Neigung zu allzu schrillem Auftreten etwas nach. So auch bei unseren Bohnen. Präsentierten sich die Samen noch in schrillem Pink der überraschten Öffentlichkeit, zeigen sich die jungen Pflänzchen in dezentem, der Umgebung angepaßtem Grün.

Bohnen 2008 (01)

Grün signalisiert uns ja in der Regel freie Fahrt, Schnecken hingegen freien Fraß. Insofern wäre es möglicherweise cleverer gewesen, die Signalfarbe der Samen beizubehalten...

Die gerade durchbrechenden Keimlinge erinnern mich übrigens irgendwie an die außerirdischen Maschinen, die im Film "Krieg der Welten" plötzlich aus dem Boden kommen und sich zu voller Größe entfalten.

Bohnen 2008 (02)

Bohnen 2008 (03)

Mathematik allein hilft nicht

Bisher galt es als mathematisch erwiesen, daß sich die Größe der Kartoffeln umgekehrt proportional zur Intelligenz des Bauern verhält: Die dümmsten Bauern ernten die größten Kartoffeln.

Dieser Merksatz ist nach neuesten Erkenntnissen zwar nicht widerlegt, aber doch ergänzungsbedürftig. Angeblich spielen beim Kartoffelanbau nicht nur der Intelligenzquotient, sondern auch eine Reihe anderer Faktoren eine wichtige Rolle. Dazu gehören z. B. - wer hätte es gedacht - die Boden- und Saatgutqualität, die Pflege inkl. Schädlingsbekämpfung und der richtige Erntezeitpunkt.

Dummheit allein hilft also nicht, sich nur dumm stellen schon gar nicht!

13.5.08

Obst: Wer zu spät sprüht,...

...den bestraft die Kräuselkrankheit.

Da haben wir ihn nun extra besprüht und von Hand bestäubt, und es war umsonst! Unser Nektarinenbäumchen wurde heftig von der Kräuselkrankheit befallen.

Kräuselkrankheit am Nektarinenbaum (01)

Kräuselkrankheit am Nektarinenbaum (03)

Offensichtlich haben wir den Moment des ersten Knospenschwellens verpaßt und zu spät das Pilzmittel gesprüht.

Da kann man nun nicht mehr viel machen außer die befallenen Blätter absammeln, düngen, Stärkungsmittel verabreichen und sich für das nächste Jahr vornehmen, mehrmals - am besten schon ab Dezember - zu sprühen, um einigermaßen auf der sicheren Seite zu sein, denn das Schwellen der Knospen läßt sich nur schwer exakt abpassen.

Ach wie ärgerlich, wo doch diesmal so viele Fruchtansätze zu sehen sind!

Kräuselkrankheit am Nektarinenbaum (04)

Wenn kein Wunder geschieht, werden die nun leider abgeworfen, da der Baum seine Kräfte zum Bilden neuer Blätter benötigt.

Mehr Infos zur Kräuselkrankheit gibt´s z. B. hier.

Gemüse: Jetzt sind´s wirklich Gurken

Nachdem sich vermeintliche Gurkenkeimlinge entgegen der herrschenden Meinung in den Kommentaren als Sonnenblumenkeimlinge geoutet haben, kommen nun aber tatsächlich die ersten Gurkenpflänzchen zum Vorschein.

Gurken 2008 (01)

Hier nochmal zum Vergleich das Bild der "falschen" Gurken:

Gurke oder Sonnenblume?

9.5.08

Gartenblogrundgang vom 09. Mai 2008

Auch wenn ich Euch letzte Woche in Ruhe gelassen habe, solltet Ihr Euch nicht zu sehr in Sicherheit wähnen! Ich hatte wegen Halsschmerzen und einem Sack voll Arbeit vor dem verlängerten Wochenende schlicht weder Lust noch Zeit. Heute geht´s aber wieder los:

Im Garten unserer gefühlten Gartenblogspartenvorsitzenden wird gerade ein neuer Trash-Horrorstreifen für RTL 2 gedreht - "Angriff der Killerwespen". Sowas kennt man ja. Das gab´s schon mit Ameisen, Schlangen und sogar Tomaten. Deshalb haben sich die Macher doch tatsächlich etwas Neues einfallen lassen: Während im Garten die Wespen angreifen, werden schutzsuchende Opfer im Haus von Gespenstern in den Wahnsinn getrieben. Den Helden spielt natürlich wieder so ein Adonis.

Nach dem Schocker lief ich schreiend zu Wolfgang rüber. Dort wurde ein Kinderprogramm gedreht, was meine Nerven wieder etwas beruhigte.

Pflanzenkinder-Bildungsfernsehen gab´s anschließend in der kopfsal.at-Schüssel. Da ich gerade vor ein paar Tagen im Radio gehört hatte, daß für viele Kinder alle gelben Blumen "Butterblumen" sind, kann es nicht schaden, ab und zu mal etwas genauer hinzuschauen.

Überall biedern sich die Gärtner neuerdings dem Fernsehen an. Margit macht da keine Ausnahme. Mit ihrem Wald bewirbt sie sich bei RTL für die nächste Staffel des Dschungel-Camps. Ob ihre Bäume Dirk Bach aushalten?

Naja, noch ist es nicht soweit. Erstmal muß die Verpflegung der Dschungel-Camp-Teilnehmer gesichert werden. Im Moment ist gerade Frosch- und Krötensaison! Diese Tierchen haben Margits neue Wasserlandschaft scheinbar noch nicht für sich entdeckt. Wir haben dagegen zur Zeit eine Erdkröte zu Gast und auch bei Nikola quakt es ordentlich. Und bei Birgit hüpfen die Frösche schon freiwillig in die Küche. Vielleicht kann sie ja das Catering übernehmen...

Nun aber zurück zu unser aller Lieblingsmassenmedium Blog: Claudia vom Wilden Gartenblog hat einen Gartengestaltungswettbewerb ausgerufen. Ich war mal bescheiden und habe mich nicht gleich mit dem ganzen Garten/Blog beworben, sondern mich auf ein vergleichsweise kleines Projekt beschränkt. Wenn ich aber Axel da so in seinem Outdoor-Wohnzimmer sitzen sehe wie er stolz auf seinen Wettbewerbsbeitrag schaut, denke ich, ich hätte besser auch klotzen und nicht kleckern sollen. Na egal, es ist sowieso der olympische Gedanke, der mich treibt. Was sonst (?), Preise braucht doch kein Mensch ;-)

Oder doch? Wer scharf auf Ruhm und Anerkennung ist - gebt´s zu, das seid Ihr doch alle - sollte sich jetzt flink in seinen Garten begeben und ein gigantisches Projekt aus dem Boden stampfen. Das gilt ganz besonders für die, von denen lange nichts mehr zu sehen war. Am Bienenweg z. B. summt bis jetzt gar nichts, und beim CEO liefen die Geschäfte auch schon mal besser. Sisah ist dagegen ist nicht gemeint. Bei ihr war es zuletzt zwar auch recht ruhig, aber sie war ganz amtlich beurlaubt. So, nun will ich Euch gar nicht länger aufhalten und verabschiede mich bis zum nächsten Rundgang.

Ach, eins noch: Wenn ihr demnächst Zerrbilder von Gartenprojekten seht, liegt es nicht an Überanstrengung, und ihr braucht auch nicht gleich einen Termin beim Augenarzt zu vereinbaren. Das muß so sein. Unserem neuen Spartenmitglied Frank reicht ein normales Foto nicht. Es müssen immer gleich Panoramen sein. Klar, da paßt mehr drauf. Wenn Wolfgang z. B. dieses Jahr wieder ein Riesengewächs züchtet, sollte er es von Frank ablichten lassen, zumal beide in Neubrandenburg wohnen.

8.5.08

Obst: Für Kuchen reicht´s noch nicht

Unsere Schwarze Johannisbeere hat sich zwei Jahre nach ihrem Umzug aus dem Vogtland nach Dresden gut entwickelt. O.k., ich hatte anläßlich der Pflanzung 2006 geschrieben:
...ein bißchen dran rumschnippeln und nächstes Jahr gibt´s Kompott, Saft, Likör, Kuchen, Marmelade...
Das hat sich, ich muß es leider zugeben, nicht ganz bewahrheitet. Wir hatten 2007 vielleicht zehn Beeren, wenn´s hoch kommt. Dieses Jahr sieht es aber schon um einiges besser aus, wenngleich es noch immer eine Menge ist, die man am besten gleich im Vorbeigehen verputzt.

Blüte der schwarzen Johannisbeere

Aber nächstens Jahr...

Ähnliches Bild bei der Roten Johannisbeere. Die hatten wir aber auch ganz klein gekauft. Man braucht eben Geduld als Gärtner, auch wenn es schwerfällt.

Blütenstände der roten Johannisbeere

Blütezeit: Gut, daß wir ihn behalten haben!

Nicole hatte sich gleich in ihn verliebt, wie er da so in voller Blüte im Baumarkt stand. Der mußte unbedingt in unseren Garten, und so geschah es.

Leider vertrug er den Umzug und den heißen Frühsommer 2006 gar nicht gut. Fast alle Blätter wurden braun und fielen ab - nach dem Blütentraum ein einziges Bild des Jammers.

Wir hatten schon beschlossen, ihn zu Mathias nach Bad Elster umzusiedeln, wo er ein kühleres Klima und einen etwas geeigneteren Boden vorgefunden hätte.

Nicht, daß wir ihn Mathias nicht gegönnt hätten, aber nun sind wir heilfroh, daß wir nichts überstürzt und erstmal mit großzügigen Gaben von Kaffeesatz und speziellem Dünger versucht haben, ihm unser Gärtchen doch noch schmackhaft zu machen. Schon 2007 hatte er sich dann einigermaßen erholt und blühte ganz ordentlich. Zwar gab es noch einige braune Blätter, aber er war eindeutig auf dem Wege der Besserung.

Dieses Jahr nun steht er richtig dicke da, protzt mit dunkelgrünem Blattwerk und einer Fülle praller Knospen, die jeden Moment platzen können.

Rhododendron 2008 (01)

Bildernachschub:

09. Mai 2008

Rhododendron 2008 (02)

Rhododendron 2008 (03)

Rhododendron 2008 (04)

12. Mai 2008

Rhododendron 2008 (05)

7.5.08

Gemüse: Spargel anbauen?

Auch dieses Jahr haben wir wieder eigenen Spargel.

Spargel 2008 (02)

Spargel 2008 (01)

Die Pflanze haben wir vom Vorbesitzer des Gartens geerbt. Sie scheint ziemlich robust zu sein, haben wir sie doch schon einmal umgesetzt. Sie breitet sich scheinbar sogar aus. Bisher haben wir sie, vor allem wenn das Spargelkraut austreibt, nur als Deko-Element angesehen.

Ich überlege nun aber ernsthaft, ob ich mal ein ganzes Spargelbeet anlegen sollte. Den geeigneten Boden dafür scheinen wir ja zu haben. Was mich noch abhält, ist einmal der recht aufwendige Anbau. Zudem wäre ein Beet dann 10 Jahre belegt, was bei einem kleinen Garten Platz- und Fruchtfolgenprobleme aufwerfen könnte. Außerdem braucht man jede Menge Geduld für den Spargelanbau, denn ernten kann man erst ab dem dritten (!) Jahr.

Zumindest hinsichtlich des Anbaus und der Pflege zeigt mir unser Spargel, daß man möglicherweise gar nicht so einen Aufwand betreiben muß. Schließlich haben wir beim Umsetzen weder die Pflanztiefe beachtet, noch wurde spezieller Dünger ausgebracht. Auch Kompost hat unser Spargel noch nie gesehen. Und zum Thema Unkraut: Nun ja, er wächst und gedeiht unter Gras und Farn....

6.5.08

Die Natur kann es eben besser!

Letztes Jahr hatte ich ja mal den Versuch gestartet, aus Pfirsichkernen Pflänzchen zu ziehen. Das Unternehmen ist kläglich gescheitert und auf weitere Experimente hatte ich keine Lust.

Wie ich nun am Donnerstag dort, wo noch bis zum Herbst die Komposter standen, meine Tomatenpflänzchen einsetzte, entdeckte ich den kleinen Kerl hier:

junger Pfirsichbaum

Wozu also sich abmühen, Anzuchtanleitungen studieren, hoffen und bangen, wenn es auch ganz von alleine geht?

Ich bin gespannt, ob aus dem Zwerg mal ein Baum wird, und wenn ja, ob es ein klassischer Pfirsich- oder ein Nektarinenbaum ist - ganz ohne hoffen und bangen geht es eben doch nicht ;-)

Gartengestaltung: Mini-Teichlandschaft

Wir haben zwei kleine Teiche. Der eine ist eine ca. 60 cm tiefe Tonne, die wir vom Vorbesitzer des Gartens voller stinkendem Schlick geerbt und rekultiviert haben. Der zweite Teich ist ein handelsübliches Kunststoff-Becken, das wir direkt vor unserer Terrasse eingelassen haben.

Anfangs hielten wir es für eine gute Idee, um den Teich herum einfach Rasen anzulegen. Das frische Grün sah zunächst auch ganz gut aus, was aber nicht lange anhielt. Immer wieder zeigten sich kahle Stellen, und wenn das Gras zu hoch war, sah es einfach wüst aus. Beim Mähen mit dem Rasentrimmer flog regelmäßig alles ins Wasser, so daß man es abfischen oder gleich die Rasenschere benutzen mußte. Am Becken selbst störte uns, daß man immer den wulstigen schwarzen Beckenrand sah, der nicht gerade dekorativ ist. Und weil die Gezeiten, sprich wechselnde Wasserstände durch Verdunstung und Wiederauffüllen, die Teicherde von der kleinen Flachwasserzone in den tieferen Beckenbereich spülten und daher die Sumpfdotterblumen immer wieder mit nackten Wurzeln dastanden, mußte ich ihnen Wasserpflanzentöpfe verpassen, die natürlich über den Teichrand hinausschauten. Alles in allem war der Teich ein ziemliches Provisorium.

Eine Lösung mußte her!

Zuerst habe ich am nahen Elbufer einige schöne, rundgeschliffene Steine gesammelt und damit die Töpfe der Sumpfdotterblumen versteckt.

Umgestaltung des Teichs (01)

Am Sonntag dann wurde der "Rest" erledigt. Das Gras mußte entfernt und die darunter verborgenen Krokuszwiebeln gesichert werden.
Bei der Gelegenheit habe ich gleich noch um den Bambus herum eine Plastik-Beetumrandung eingegraben, um dessen Ausbreitungsdrang etwas zu zügeln.

Umgestaltung des Teichs (02)

Nun konnte alles wieder mit Erde aufgefüllt werden. Anschließend wurden größere und kleinere Steine in Position gebracht.

Darunter war auch der große weiße im Hintergrund. Den hatten meine Mutter und Mathias letztes Jahr im Wald entdeckt und sind gleich nochmal mit der Schubkarre losgezogen, um ihn für uns in Sicherheit zu bringen. Das schwere Ding zeigte sich allerdings bockig, machte sich bei Be- oder Entladen selbständig und fiel Mathias auf den Fuß. Ein so unter Einsatz des großen Zehs ergatterter Stein hat natürlich ein exponiertes Ehrenplätzchen verdient.

Umgestaltung des Teichs (04)

Ein neues Plätzchen fanden auch der wasserspeiende Frosch, die Agave und der neue Aztekenofen, der auf unserer kleinen Terrasse eigentlich im Weg stand. Er ragt jetzt größtenteils in den Teichbereich hinein und nimmt auf der Terrasse kaum noch Platz weg.

Bepflanzt habe ich das ganze dann noch mit weißem und rotem Moossteinbrech, einer Grasnelke, Glockenblumen, Vergißmeinnicht, Hauswurzen und Mauerpfeffer. Die Grasnelke und die beiden Moossteinbrech hatten wir kürzlich mal bei einem Lebensmittel-Discounter erstanden, wo sie uns vor dem Wochenende geradezu anflehten, sie mitzunehmen. Die übrigen Pflanzen hatten wir alle schon im Garten. Gerade Mauerpfeffer und Vergißmeinnicht hatten sich so stark ausgebreitet, daß sie ihre Beetnachbarn zu überwuchern drohten - günstige Gelegenheit also, etwas abzustechen und andernorts wieder einzupflanzen.

Umgestaltung des Teichs (03)

Umgestaltung des Teichs (07)

Umgestaltung des Teichs (05)

Umgestaltung des Teichs (06)

Außer den Sumpfdotterblumen und dem Schilf gibt es natürlich auch im Teich selbst noch weitere Wasserpflanzen, die es allerdings noch nicht bis an die Wasseroberfläche geschafft haben.

Hundertprozentig zufrieden bin ich allerdings noch nicht. Noch immer stört mich der schwarze Beckenrand am linken Teichende. Dort ist die Tiefwasserzone. Um den Rand auch dort unter Kies verschwinden zu lassen, müßte man im Teich viele große Steine aufschichten, wodurch das kleine Becken fast ausgefüllt würde; also wird es wohl so bleiben.

Unsere Erdkröte hat die Umgestaltungsmaßnahmen übrigens den ganzen Tag aus den Tiefen des Teichs heraus beobachtet. Ab und zu tauchte sie mal auf, um Luft zu schnappen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, daß sie sich fragte, warum sie gerade an diesem Tag ausgerechnet den falschen Teich aufgesucht hatte. Gestern saß sie dann auch wieder im runden Teichbecken. Sie wollte wohl nicht riskieren, noch einmal einen ganzen Tag lang Bauarbeiten ertragen zu müssen.

Nachtrag vom 07. Mai 2008: Ich habe heute entdeckt, daß das Wilde Gartenblog ein Blogprojekt Gartengestaltung veranstaltet.



Da es gerade so gut paßt, werde ich mich mit dem neu gestalteten Teich mal bewerben, wenngleich ich mir nicht allzu große Chancen ausrechne, wenn ich auf Projekte wie z. B. das von Margit schaue. Vielleicht sollten wir ja gleich mit dem ganzen Garten teilnehmen. Den haben wir schließlich seit 2006 ordentlich umgekrempelt. Dann müßte ich aber fast das komplette Blog als Bewerbung einreichen... Keine Ahnung, ob Claudia das akzeptieren würde, also lassen wir es fürs Erste bei dem aktuellsten Projekt.

5.5.08

Blütezeit: Die letzten Tulpen

Das war´s nun bald schon wieder mit den Tulpen. Hier ein paar der letzten Blüten:

Tulpen 2008 (08)

Tulpen 2008 (09)

Tulpen 2008 (12)

Tulpen 2008 (13)

Tulpen 2008 (11)

Tulpen 2008 (10)

Als wir uns im Frühling 2006 den Garten erstmals anschauten, blühten dort viele dieser dunkel-violetten Tulpen. Letztes Jahr zeigte sich leider keine einzige. Möglicherweise haben wir sie bei der Umgestaltung des Gartens zu tief untergraben, zerhackt oder sonst irgendwie verschreckt. Umso mehr haben wir uns über die zwei Exemplare gefreut, die dieses Jahr "zurückgekehrt" sind.

Und das wollen Italiener sein!

Bei meinen Tomaten mußte ich einen herben Rückschlag hinnehmen. Zwar sind die Pflänzchen alle noch recht klein, aber ich dachte mir, bei dem schönen Wetter könne ich sie ruhig schon ins Beet pflanzen. Vorsichtshalber setzte ich ihnen Hütchen auf.

Tomaten 2008 (01)

Letztes Jahr hatte ich die Tomaten komplett im Garten in mit Folie bedeckten Töpfen vorgezogen und relativ schnell ins Freiland entlassen. Deshalb hatte ich auch diesmal nicht mit irgendwelchen Komplikationen gerechnet. Aber erstens kommt es eben anders, als man zweitens denkt...

Am nächsten Tag stellte ich fest, daß einige Exemplare bleich und platt am Boden lagen

Tomaten 2008 ()

oder gerade noch stehen konnten.

Tomaten 2008 ()

Als besonders schwächlich fielen dabei die Pflänzchen der Sorte "S. Marzano" auf.

Da es wohl kaum zu kalt gewesen sein kann, nehme ich eher an, ihnen ist die viele Sonne nicht bekommen, nachdem sie wochenlang nur auf der Fensterbank standen, wo die Sonneneinstrahlung längst nicht so intensiv ist wie im Garten.

Zum Glück habe ich ja noch einige in Reserve. Beim Pikieren habe ich sie noch verflucht, jetzt bin ich doch ganz froh darüber.

Kleingartenleben: Alte Bekannte und neue Gesichter

Unsere Zauneidechsen sind fast schon zutraulich. Ihr Stammplatz ist die Kräuterpyramide hinter dem runden Teichbecken. Dort sitzen die auf den warmen Rändern der Pflanzringe und lassen sich selbst dann kaum aus der Ruhe bringen, wenn man sich am Teich zu schaffen macht. Bewegt man sich nicht allzu hektisch, kann man bis auf ca. 50 cm an sie herankommen, ehe sie in eines ihrer Löcher oder die Spalten zwischen den Pflanzringen verschwinden.

Eidechse (04)

Eidechsen (05)

Eidechsen (06)

Eidechsen (07)

Eidechsen ()

Im hinteren Gartenteil unter den Schwertlilien haben sich zwei weitere Echsen eingenistet. Die scheinen jünger zu sein - wahrscheinlich letztes Jahr geschlüpfte Jungtiere - und trauen uns noch nicht recht über den Weg. Meist hört man sie nur rascheln, aber am Sonntag habe ich sie erwischt.

P1030025

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Kleingartenleben: Zweiraumwohnung

Wir haben zur Zeit eine Kröte - ich nehme an, es handelt sich um eine Erdkröte - zu Gast. Die ersten Tage versteckte sie sich in unserem runden Teichbecken unter einem Blatt.

Erdkröte im Gartenteich (01)

Erdkröte im Gartenteich (02)

Gestern wollte ich unseren zweiten kleinen Teich etwas umgestalten (dazu später) und stellte fest, daß die Kröte dorthin umgezogen war.

Erdkröte im Gartenteich (03)

Ein bißchen Abwechslung kann ja nicht schaden.

Gartenhaus: Fast schon bewohnbar

Na gut, die Überschrift ist eine Übertreibeschrift, aber es geht gut voran.

Bei uns ist die Aufteilung der Arbeiten ja so geregelt, daß Nicole baut und ich gärtnere. Von dieser Grundregel werden natürlich immer wieder Ausnahmen gemacht. Nicole kümmert sich u. a. um ihre Rosen und ich gehe ihr bei schwereren Arbeiten zur Hand.

Das Anrühren von Putz und Estrich kommt z. B. meist mir zu. In den letzten Tagen mußte ich meine Gartenarbeiten dafür recht häufig unterbrechen. Im Moment treibt Nicole nämlich die Fertigstellung des kleineren Raumes unseres Häuschens mit Hochdruck voran. Inzwischen sind die Wände verputzt und der Boden mit der ersten Schicht Estrich ausgegossen.

verputzte Wände der Werkstatt

In einem Testlauf wurde sogar schon etwas Farbe an eine bereits abgetrocknete Wand gesprüht. Dafür hat sich Nicole so ein Farbsprühgerät besorgt.

Farbsprühgerät

Nachdem wir entsprechende Hinweise im Internet gefunden hatten, haben wir uns über die Aussagen der Gebrauchsanleitung und des Baumarktberaters hinweggesetzt und es mal mit dem Sprühen von Wandfarbe versucht. Ergebnis: Es funktioniert. Da man die Farbe verdünnen muß, müssen wir zwar wahrscheinlich noch einmal drüber sprühen. Alles in allem ist es aber eine fixe und vergleichsweise saubere Angelegenheit.

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