Wenn man eine Weile nicht im Garten war, verwildert er ganz fix. Und wir waren eine Weile nicht im Garten. Schlechtes Wetter, Examensstreß bei Nicole, Arbeit, Familienbesuche und die Tatsache, daß es jetzt schon wieder fast dunkel ist, wenn ich von Arbeit komme, führten dazu, daß wir nur noch sporadisch im Garten vorbeischauen konnten, um zu prüfen, ob er vom Vorstand inzwischen als herrenlos eingestuft und weitergegeben worden war.
Sehr kleingärtnerisch akkurat sah es daher nicht gerade aus. Die Pfingstrosenbüsche waren braun und breitgeklatscht,

die Sonnenblumen vertrocknet und teilweise umgeknickt,

den runden Teich hatte eine Fadenalgenpest heimgesucht

und natürlich wuchs das Unkraut in allen Ecken und Winkeln.

Es gab also allerhand zu tun. Neben diesen herbstlichen Pflichtaufgaben haben wir aber auch schon für das Frühjahr vorgesorgt, nämlich Blumenzwiebeln gesteckt. Einmal waren da die Tulpenzwiebeln, die ich nach der Blüte ausgegraben, enthäutet und getrocknet hatte, und neue Tulpenzwiebeln - eine 100er-Packung buntes Durcheinander. Die habe ich alle in unserem
Erdbeerfeld versenkt. Das ist hundesicher umzäunt, so daß die Blumen nicht zerlatscht und plattgewälzt werden können, und es es grenzt an den Garten eines Nachbarn, der mit seiner Tulpenpracht jedes Jahr Nicoles Neid entfacht. Mal sehen, ob wir nächstes Jahr dagegen anstinken können ;-)
Außerdem mußten natürlich wieder ein paar Krokusse her, und vier Zierlauch-Knollen wurden auch noch versenkt.

Es kann also Frühling werden!