29.8.08

Elche gefährden unsere Ernte

Ganz in der Nähe unseres Gartens haben wir Elche gesichtet, die schon ein ganzes Feld ratzekahl abgeäst haben.

Kunstinstallation in der Flutrinne (01)

Wenn die erstmal unseren Garten entdeckt haben, wird sie wohl auch der Zaun nicht von unseren zarten Kohlrabis und Salaten fernhalten können.

Da kann man fast nur hoffen, daß die Hochstände bald besetzt werden...

Kunstinstallation in der Flutrinne (03)

Kunstinstallation in der Flutrinne (02)

Aber im Ernst: Es handelt sich natürlich um eine Kunstinstallation anläßlich der Ostrale `08, welche in unmittelbarer Nachbarschaft der Gartenanlage stattfindet. Auf dem riesigen Gelände eines ehemaligen Schlachthofes, dessen Gebäude schon die Messe und die Sportschule beherbergen, hat sich der Verein "Ostrale - Zentrum für zeitgenössische Kunst" eingenistet und versucht, das Areal durch zeitgenössische Kunst und Kultur zu beleben. Kunstschaffende finden hier Arbeitsräume und Besucher können Kunstprojekte in Augenschein nehmen.

Highlight des Ganzen ist die Ostrale, eine internationale Ausstellung für zeitgenössische Kunst.

Ja, es wird noch richtig szenemäßig werden rund um unseren Garten. Vielleicht gibt´s dann ja auch irgendwann mal ne interessante Alternative zur Vereinskneipe... ;-)

Rosengarten: Es blüht und duftet wieder

Rosen sind schon eine tolle Erfindung! Sie brauchen nicht sonderlich viel Pflege, blühen fast das ganze (Garten-) Jahr hindurch und duften dabei auch noch unvergleichlich gut. Den Duft kann ich nicht durch´s Netz schicken, aber ein paar Bildchen schon:

Rosengarten 2008 (26)

Rosengarten 2008 (25)

Rosengarten 2008 (24)

Rosengarten 2008 (27)

Kein Wunder, daß Nicole ihren Rosengarten unbedingt vergrößern und um ein, zwei neue Sorten bereichern will. Es war aber auch notwendig, einige der vorhandenen Rosen für eine bessere Belüftung und Belichtung weiter auseinanderzusetzen.

Für diese Expansion mußte bereits ein Erdbeerbeet weichen, wofür wir ja eine Ersatzfläche geschaffen haben.

Jetzt müssen noch die Wegplatten fertig verlegt und etwas Erde aufgefüllt werden.

Rosengarten 2008 (22)

Dann werden wir uns mal nach neuen Rosen für die freien Flächen umsehen.

Ein paar klitzekleine Röschen hat Nicole schon erstanden,

Rosengarten 2008 (28)

aber eigentlich will sie Ombrée Parfaite oder Rose de Resht oder Mme Moreau oder Variegata de Bologna oder oder oder...

27.8.08

Zufallsfund

Keine Ahnung, ob das die richtige Werbung für meine Heimatstadt ist ;-)



Nun ja, wer ohnehin mal in der Gegend ist, z.B. in Dresden, der sollte sich durch das Video nicht von einem Abstecher in die über 800-jährige Bergstadt Freiberg - frühere Residenzstadt und Quelle des sächsischen Reichtums - abhalten lassen.

Zur "Reinigung" hier nochmal das richtige "Steigerlied" (Glück auf, der Steiger kommt), gespielt vom Orchester der Freiberger Bergparade auf dem Obermarkt in Freiberg. Ich bin ja sonst nicht so der Marsch- und Blasmusikfan, aber da krieg ich immer wieder ne (angenehme) Gänsehaut.


21.8.08

Gemüse: Totgesagte leben länger

Mit den Gurken waren wir ja in letzter Zeit nicht so zufrieden. Zwei unserer drei Gurkenpyramiden haben wir auch schon abgebaut und auf der freigewordenen Fläche Spinat gesät.

Als hätten sie gemerkt, daß es auch ihnen bald an den Kragen gehen würde, trieben die verbliebenen Gurkenpflanzen kräftig neu aus, und es wachsen doch tatsächlich noch recht ansehnliche Gurken heran.

Da haben sie den Kopf aber gerade nochmal aus der Schlinge gezogen!

20.8.08

Gemüse: Vermessen und errötet

Nein, nein, es ist nichts Unanständiges passiert, was mich erröten ließ...

Ich meinte eigentlich, daß ich die Auberginen mal vermessen habe. Sie bringen es zur Zeit auf ca. 13 cm Länge.

Auberginen 2008 (07)

Manche Pflanzen bilden nun sogar schon eine zweite Frucht aus.

Auberginen 2008 (08)

Und errötet sind nur die Tomaten - endlich!

Tomaten 2008 (03)

Ob´s an der doch ein wenig unanständig anmutenden Wuchsform dieses Salats lag?

P1030897

14.8.08

Teich: Wasserspiele

Der Kleingarten wird zur Parkanlage! Wir verfügen jetzt nämlich über einen Solar-Springbrunnen mit Aufsätzen für drei verschiedene Fontänen.

Ich bekam ihn am Wochenende noch nachträglich zu Geburtstag. Da wir nicht in Dresden waren, konnten wir den Springbrunnen nicht gleich in einem unserer beiden Teiche testen, sondern mußten uns mit einer Schüssel behelfen.

Der erste Test am späten Samstag Nachmittag war sicher ein Schauspiel für die Nachbarn. Da das Gerät nicht über einen Akku verfügt und daher nur sprudelt, wenn die Sonne direkt auf die Solarzellen fällt, passierte erstmal gar nichts, denn die Sonne stand schon zu tief und verschwand langsam hinter Bäumen. So trugen wir die Schüssel auf dem Grundstück hin und her, hielten sie mal hoch, mal schräg, nur um noch ein paar kräftige Sonnenstrahlen einzufangen. Mehr als ein leichtes Plätschern war aber nicht drin.

Am Sonntag klappte es dann in der Mittagssonne schon viel besser.

Test Teichspringbrunnen (01)

Zurück in Dresden habe ich den Springbrunnen gleich mal in einen unserer Teiche gesetzt. Da es schon Abend war, sprudelte natürlich nichts mehr.

neuer Teichspringbrunnen

Irgendwie ist er ein bißchen groß für unsere Miniteiche. Ich muß direkt mal die ganzen Kleingarten-Regeln durchforsten, um rauszufinden, wie groß insgesamt die Wasserfläche in einem Kleingarten sein darf. Irgendwo gab´s da ne Quadratmeter-Beschränkung, logo! Vielleicht können wir aber doch noch ein kleines Stück des Gartens "fluten".

13.8.08

Gemüse: Sie wachsen!

Fern der Heimat und trotz des AuberginenKartoffelkäfer-Überfalls wachsen sie zur Zeit recht flott. Man kann beinahe zusehen. Ich hoffe, wir bekommen noch einige warme Tage, damit sie die mir aus dem Supermarkt bekannte Größe erreichen.

Auberginen 2008 (06)

Ein paar Tage Sonnenschein benötigen übrigens auch unsere Tomaten, die fast alle noch grün sind und damit ordentlich hinterherhinken. Letztes Jahr konnte schon ab Mitte Juli geerntet werden.

Auch die Paprika lassen sich Zeit. Seit knapp zwei Wochen blühen sie nun und haben erste Fruchtansätze - dünne Hänflinge bis jetzt.

Paprika 2008 (01)

Gemüse: Gurkengestrüpp

Also die Gurken waren dieses Jahr ein ziemlicher Reinfall. Letztes Jahr konnten wir uns kaum retten, dieses Jahr aber hat der abendliche Regen, der uns vor ein paar Wochen mehrere Tage hintereinander heimsuchte, den Gurken ordentlich zugesetzt. Der (Falsche) Mehltau kam über sie und war nicht mehr zu stoppen. Ratzfatz wurden die Blätter gelb und starben ab.

Gurken 2008 (09)

Die paar bis dahin angesetzten Früchte blieben größtenteils mickrig und sehen irgendwie deformiert aus. Mit Schlangengurken hat das jedenfalls nichts zu tun.

Gurken 2008 (10)

Ein Trost bleibt: Bei einem Spionagerundgang in der Sparte stellten wir fest, daß auch die anderen Gärtner auf Gurkensalat und Schüttelgurken verzichten müssen. Bei denen, die ihre Pflanzen nicht ranken, sondern am Boden entlangkriechen ließen, sah es sogar weit schlimmer aus als bei uns. Offensichtlich konnte sich da die Feuchtigkeit noch besser auf und unter den Pflanzen halten.

Nun ja, auf ein Neues im nächsten Jahr!

8.8.08

Keine Ursache, Herr Kobelt!

Gern geschehen!

Wenn mir ein Blog gefällt, verlinke ich es natürlich auch gern mal. Die Videos finde ich einfach sympathisch und - wenngleich mit dem Blog ganz sicher (auch) handfeste geschäftliche Interessen verfolgt werden - informativ. Sie beschränken sich eben nicht darauf, vordergründig Pflanzen aus der eigenen Baumschule losschlagen zu wollen.

Heute z. B. habe ich wieder was gelernt. Bis jetzt haben wir das zwar mangels eines anderen Standorts richtig gemacht, aber das war eben Zufall: Der Fächerahorn gehört in den Schatten. Je roter und ausgefranster die Blätter sind, desto empfindlicher sollen die Bäume auf direkte Sonneneinstrahlung reagieren.

Hätten wir einen Platz für ihn gehabt (und dürften wir in unserem Kleingarten überhaupt Laubbäume, die keine Obstbäume sind, anpflanzen) wäre er sicher in die knallige Sonne gekommen, schließlich haben wir ihn aus einem Italienurlaub mitgebracht. Da muß er die Sonne doch gewöhnt sein. Und noch etwas sprach für einen sonnigen Standort: Beim Kauf im Mai 2005 war er schön rot. Da wir den Garten erst seit April 2006 besitzen, stand der Ahorn in der Zwischenzeit auf dem Balkon unserer Wohnung, der praktisch nie Sonne abbekommt. Schwupsdiwups wurde der Ahorn grün und war gleich nur noch halb so dekorativ. Wir führten das auf mangelnde Sonne zurück. Vielleicht war´s aber auch nur Heimweh, Unterkühlung oder was weiß ich denn!?

Nun steht er im Kübel neben der Terrasse in einer Staudenrabatte. Die Vormittags- und Mittagssonne werden von der Pergola, dem Sonnenschirm und dem Gartenhäuschen abgehalten. Nachmittags bekommt er dann etwas mehr Sonne. Das scheint ihn aber nicht weiter zu stören.

7.8.08

Rosengarten: Endlich artgerechte Haltung der Kletterrosen

Links und rechts der Hollywood-Schaukel haben wir schon vor längerer Zeit zwei Kletterrosen gepflanzt. Zunächst konnten sie an Rankgittern emporklettern, die Nicole an den Seiten der Schaukel zwischen deren Beinen angebracht hatte. Die Rosen schossen aber schon bald so in die dermaßen, daß sie das Schaukelgestell überragten und und in luftiger Höhe keinen Halt mehr fanden. Entweder sind die Triebe dann abgeknickt oder wir haben sie schweren Herzens abgeschnitten.

Schaukel noch ohne Rosenbogen

Damit ist nun Schluß! Am Wochenende rückte mein Vater mit allerhand Tatendrang und einem Schweißgerät im Gepäck an, um uns einen Rosenbogen auf die Schaukel zu schweißen.

Das Ganze war natürlich eine Maßanfertigung aus 12 Metern Rundstahl mit 8 Millimetern Durchmesser. Das Material hatten wir schon mal besorgt und grob zuschneiden lassen.

Material für Rosenbogen

Am Samstag vormittag ging´s gleich los. Vom Fachmann prognostizierte Arbeitszeit: zwei Stunden.

Nun ja, ganz falsch war die Prognose nicht. Es wurden insgesamt 2 x 2 Stunden. Das lag aber nicht zuletzt daran, daß das Wetter nicht so recht mitspielen wollte. Bis in den späteren Nachmittag hinein regnete es immer wieder, und das Schweißen mußte unterbrochen werden.

Gegen 15 Uhr war der Rosenbogen dann fertig.

Rosenbogen

Geburtstag

Uns blieb damit vor dem verdienten Abendessen vom Grill noch ein bißchen Zeit für Sightseeing in Dresden - allerdings etwas abseits der ausgetrampelten Touristenpfade. Versteckt im Park des Krankenhauses Friedrichstadt befindet sich eine der bedeutendsten barocken Brunnenanlagen des 18. Jahrhunderts in Europa, der aus Sandstein gefertigte Neptunbrunnen (nur mal so als Geheimtip für den nächsten Dresden-Besuch...).

Geburtstag

(Regen-) Wasser marsch!

Regenwasser sammeln und damit den Garten bewässern ist ja ne feine Sache, nicht zuletzt, weil es nichts kostet. Deshalb haben auch wir einige Regenwassertonnen aufgestellt - hinterm Haus, wo man sie nicht sieht.

Das Problem dabei: Hat man nur Gießkannen, muß man die Dinger ja schleppen und das auch noch recht weit. Mit einem Durchgang ist es logischerweise nicht getan; man läuft sich also die Hacken wund, schüttet sich aus übervollen Kannen das Wasser über die Füße, bricht - zumal bei diesem Wetter - heftig in Schweiß aus und es dauert.... Alles in allem ist das Bewässern mit der Gießkanne nicht meine liebste aller Arbeiten, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Aber zum Glück gibt es Technik, die einem die Arbeit erleichtern kann, und Geburtstage, die einem diese Technik zum Nulltarif bescheren. Seit dem Wochenende bin ich nun stolzer Besitzer einer Regenfaßpumpe, die gestern ihren ersten Einsatz unter knallharten Gartenbedingungen hatte.

neue Regentonnenpumpe (02)

neue Regentonnenpumpe (03)

Unser Garten ist recht lang. Die Länge unseres Schlauches beträgt 30 Meter, und wenn ich ihn bis hinters Haus ziehen muß, reicht er nicht ganz bis ans andere Gartenende. Die Pumpe muß es also zum einen fertigbringen, daß am Schlauchende überhaupt was rauskommt, und idealerweise sollte der Druck dann auch noch groß genug sein, um die fehlenden Schlauchmeter durch einen langen Wasserstrahl zu ersetzen. Zu unserer Freude funktionierte das wunderbar!

neue Regentonnenpumpe (01)

Ein weiterer Test ergab, daß auch Rasensprenger problemlos betrieben werden können. Technik, die begeistert!

Da mir nun eine Fitnesseinheit wegfällt, werde ich bestimmt bald rund wie ein Kürbis. Naja, mit 33 muß man als Mann ja mal langsam anfangen, eine Wampe anzusetzen ;-)

5.8.08

Gemüse: Wohlfühlwetter für Auberginen

Es soll wieder warm werden, sehr warm - bis 32° C.! Was dem Mitteleuropäer den Schweiß nicht nur auf die Stirn treibt, läßt bei zugezogenen Südländern Heimatgefühle aufkommen. So hoffentlich auch bei unseren Auberginen, die momentan ungefähr die Größe kleiner Hühnereier haben.

Auberginen 2008 (05)

Sie wachsen derzeit schon recht rasch. Mal sehen, wie groß sie am Ende einer heißen Woche sind.

Eine Frage noch, die am Wochenende aufkam: Sollte man Auberginen auch ausgeizen wie z.B. Tomaten? Ich meine damit die Entfernung von Seitentrieben an den Blattachseln.

Gemüse: Bildungsbloggen für Städter

Dem Stadtmenschen präsentiert sich Rosenkohl in der Regel als Ansammlung kleiner Kullern in grünen Netzen.

Bis vor Kurzem war auch mir nicht klar, wie Rosenkohl in freier Wildbahn aussieht. Wachsen die Kugeln direkt aus der Erde, ähnlich wie z.B. Rotkohl oder Kohlrabi? Hängen sie in Rispen an der Pflanze wie Tomaten? Keine Ahnung! Nie gesehen und nie drauf geachtet!

Im Frühjahr hatte ich nun in unserem neuen Frühbeet auch Rosenkohl ausgesät. Herausgekommen sind ganz stattliche Pflanzen mit langem Stiel und Blättern, die denen des Kohlrabi in Form und Farbe ähneln.

Rosenkohl 2008 (02)

Rosenkohl 2008 (04)

Und seit einigen Tagen weiß ich nun auch, wo sich die Knubbeln bilden, die ich aus dem Supermarkt kenne: In den Blattachseln.

Rosenkohl 2008 (03)

28.7.08

Schädlinge: Jäger und Sammler

Die meisten Menschen sammeln ja irgendwas. Unsere "Sammelleidenschaft" gilt zur Zeit dem Kartoffelkäfer.

Immer wieder entdecken wir einige Exemplare an unseren Kartoffeln, aber auch die Auberginen schmecken ihm offensichtlich.

Bisher reicht es noch, sie abzusammeln und - je nach Befinden - über den Jordan, über den Zaun ins Niemandsland oder zurück ins Herkunftsland, den hinter unserem Haus gelegenen Nachbarsgarten, zu befördern.

In Letzterem wimmelt es nur so von Kartoffelkäfern, die inzwischen auch schon alles ratzekahl gefressen haben.

Kartoffelkäferplage 2008 (03)

Kartoffelkäferplage 2008 (02)

Kartoffelkäferplage 2008 (04)

Ich fürchte ja, daß es nun, da nebenan alles abgegrast wurde, verstärkt zu illegalen Grenzübertritten kommen wird. Gott sei Dank bin ich nicht an irgendwelche Käferrechtskonventionen gebunden und auch die Unverletzlichkeit des nachbarlichen Gartens wird durch den von mir selbst ausgerufenen Notstand aufgehoben. Wenn die Nachbarn das Problem also nicht bald selbst lösen, werde ich die Terroristen auf deren Boden angreifen. Ich muß nur noch in Erfahrung bringen, welche Waffe der Bande ein schnelles Ende bereitet.

25.7.08

Gartenblogrundgang vom 25. Juli 2008

Seit meinem letzten Rundgang ist ja nun doch ein Weilchen vergangen. Es müßte also einiges zu entdecken geben in unserer kleinen Sparte. Ja, und so ist es auch. Es braut sich nämlich was zusammen.

Unsere gefühlte Gartenblogspartenvorsitzende ist eine Hexe! Sie ist drauf und dran, ganz groß in die Giftproduktion einzusteigen. Vor lauter Verzückung über diese neue Geschäftsidee fällt ihr gar nicht auf, daß die hierfür benötigten Pflanzen gelb sind. Naja, für´s liebe Geld Gold hat sie ihre Prinzipien ja schon einmal über Bord geworfen.

Auch Margit braut im großen Stil. Zwischen ihrem Gebräu und dem der Vorsitzenden gibt es jedoch einen entscheidenden Unterschied: Man hat noch etwas Spaß, ehe man tot umfällt. Aber mal im Ernst: In Österreich hat es offensichtlich viel zu lange geregnet (haben wir ja bei der EM gesehen) und man konnte nicht außer Haus, denn sonst wäre Margit wohl nicht auf die Idee verfallen, alles zu vergären, was ihr in die Finger kommt. Aber das ist nun mal der Lebenszyklus in der Alpenrepublik. Im verregneten Sommer legt man den Vorrat an Depressionskillern für die eisigen und dunklen Winter an.

Schon mal an Margits Fläschchen genippt hat scheinbar die Heike. Wie aufgedreht tanzt sie in ihrem Garten zu Techno-Mucke und sieht überall kleine Haie.

Ulinne muß dagegen nüchtern bleiben. Der simple Grund für ihre Abstinenz ist, daß sie keine Früchte mehr hat, die sie zu Schnaps und Likör verarbeiten könnte. Kleiner Tip für einen Alternativ-Rausch: Statt Rollrasen würde ich Gras anbauen... Klar soweit?

Früchte satt hat Markus. Der wartet aber nicht erst bis daraus Hochprozentiges entstanden ist, sondern berauscht sich ganz alkoholfrei an deren Säure, Bouquet und Abgang. Einmal im Rausch, kann er sogar in die Zukunft sehen.

Das kann ich auch. Zwar tut sich vor meinem geistigen Auge nicht die Zukunft von Äpfeln und Brombeeren auf, aber eins kann ich Euch sagen: Morgen ist Sonnabend und ganz sicher geht da die Welt noch nicht unter. Ihr werdet also nicht umhin kommen, Euch nochmal ans Unkrautzupfen zu machen. Und wer dazu absolut keine Lust hat, der schaue mal zu den wilden Gärtnern rüber. Die wären froh, wenn in ihrem neuen Kleingarten wenigstens etwas Unkraut wachsen würde.

Gespaltenes Verhältnis

Ein gespaltenes Verhältnis habe ich zu unserem Wacholder. Ganz zu Beginn wollte ich das völlig aus dem Leim gegangene Ungetüm eigentlich komplett entsorgen. Nicole intervenierte aber und so wurde er nur radikal zurückgeschnitten. Danach sah er ziemlich besch... aus, nahm aber nicht mehr so viel Platz weg.

Aus zwei Gründen wäre ich ihn gerne los:
  1. Irgendwie erinnert er mich an Friedhofsbepflanzungen.
  2. Birnengitterrost

P1030579

Aus zwei Gründen bin ich aber auch froh, daß er noch da ist:
  1. Mit den Gräsern, Farnen und dem Spargel drumherum ist er inzwischen optisch doch ganz annehmbar.
  2. Unsere Eidechsen verstecken sich gerne darunter, wenn sie nicht gerade ein Sonnenbad nehmen.

wilde Ecke (02)

24.7.08

Bewerbung als ARD-Gesundheitsexperte

Hiermit bewerbe ich mich für die soeben freigewordene Stelle des "ARD-Gesundheitsexperten".

Ich bringe alle notwendigen Voraussetzungen mit:

1. Ich bin kein Mediziner.
2. Ich bin weder promoviert noch (ordentlicher) Professor.

und was am Wichtigsten ist

3. Ich habe ein gutes Verhältnis zu KlosterMelisse. Neben Salbei und anderen Kräutern wächst Zitronenmelisse nämlich reichlich in unserem Garten.

Wer die Vorgänge, die zu dem plötzlichen Personalbedarf bei der ARD geführt haben, nochmal nachvollziehen möchte, fängt am besten damit an und mach dann hier weiter.

Preise über Preise

Mir wurde schon wieder ein Preis verliehen!

Nach sisah, die mir den hier


zukommen ließ, hat mir nun Ulinne das hier


rübergeschoben.

Die "Regeln" für solche Preise verlangen, daß der Empfänger seinerseits vier oder gar noch mehr Blogs mit dem Award beglückt. Das sorgt natürlich für eine epidemieartige Ausbreitung und einen exponentiellen Anstieg der Preisträgerzahl. Irgendwann findet sich dann wahrscheinlich jeder im Club der exzellenten und brillianten Blogger wieder.

Nichtstdestotrotz freue ich mich natürlich über die Awards. Schneeballsystem hin oder her, sie zeigen, daß der Preisverleiher ein Blog gern liest - Punkt. Daß es in diesen Fällen meins ist, bauchmiezelt mich. Vielen Dank also an die edlen Spenderinnen!

Ein Problem habe ich aber doch damit: Die Nominierung weiterer Blogs. Von zweien, die ich nominieren würde, habe ich die Preise ja erst bekommen. Andere haben sie auch schon, und wieder andere wollen sie nicht. Mal schauen; vielleicht fällt mir ja mal jemand auf, wenn ich wieder einen Gartenblogrundgang mache...

Gemüse: Boden- und Kompostdecker

Bodendecker gibt es ja viele, aber wohl kaum einen so effektiven wie den Kürbis ;-) Zwei Pflanzen überwuchern bei uns ein ziemlich großes Beet

Kürbis 2008 (04)

und alle drei Komposter. An die kommen wir schon gar nicht mehr ran.

Kürbis 2008 (03)

"Zum Glück" ist uns bei dem Sch...-Wetter der letzten Wochen eine Regentonne geplatzt, die nun kurzerhand zum Ausweich-Komposter umfunktioniert wurde.

Man sollte sich gut also überlegen, wo man seine Kürbisse hinpflanzt. Beetnachbarn haben´s bei dem Ausbreitungsdrang u. U. sehr schwer, es sei denn, man schnippelt regelmäßig die Triebe ab. Dann läuft man natürlich Gefahr, genau den Trieb zu kappen, an dem eine Frucht gewachsen wäre. Bei uns bildeten sich Kürbisse nämlich erst an schon sehr langen Ausläufern. Da waren die Pflanzen also bereits recht ausladend.

Und so sehen unsere diesjährigen Kürbisse nun aus:

Kürbis 2008 (02)

Ganz anders als die in den beiden vergangenen Jahren. Da hatten wir die Pflanzen von den Nachbarn bekommen; diesmal haben wir sie aus italienischen Samen selbst gezogen.

22.7.08

Obst: Heidelbeer-Degustation

Deg... was? Degustation! Zu Deutsch: Verkostung. Bei gartenvideo.com hat man sich die Bäuche mit Heidelbeeren vollgeschlagen und nach der Verkostung von sechs Sorten eine Rangliste aufgestellt.

Wir haben ja auch seit kurzem einen Heidelbeer-Strauch.

neuer Heidelbeerstrauch

Allerdings habe ich mir den im Baumarkt einfach gegriffen, ohne auf die Sorte zu achten. Erstens gab´s nur eine und zweitens hätte die mir ja sowieso nichts gesagt. Was weiß ich denn, wie welche Heidelbeere schmeckt?! Am besten schmeckte mir bisher die Waldheidelbeere, aber wie man am Anfang des Videos hört, schneidet sie bei Blind-Degustationen (Ich finde das Wort so schön.) im Vergleich zu den Kulturbeeren angeblich gar nicht so gut ab. Hoffentlich hängt noch das Schildchen mit der Sortenbezeichnung an unserem Strauch, denn ich muß doch gleich mal checken, ob unsere Heidelbeere unter den Testkandidaten war und wenn ja, wie sie abgeschnitten hat.

Sofort-Update: Wir haben eine "Hardy-Blue". Um das rauszufinden, mußte ich gar nicht erst in den Garten gehen, sondern einfach nur das Foto bei flickr in Originalgröße anschauen. Da sieht man die Zettel an der gerade gekauften Pflanze und kann sogar erkennen, was draufsteht. Schade, "Hardy-Blue" war bei der Degustation nicht dabei.

Mehr aus dem Chaosgarten

Related Posts with Thumbnails