25.2.09

Scheiße, Scheiße, Scheiße!

Hundekot auf Gehwegen, Spielplätzen, Erholungsflächen etc. ist scheiße! Da gibt es keine Diskussion; auch für uns als Hundebesitzer nicht.

Meldungen wie die, die ich gestern in der Online-Ausgabe der Sächsischen Zeitung gefunden habe, amüsieren mich dann aber doch ein wenig:

"Dresden sucht Lösungen, um mit dem Hundekot besser fertig zu werden. Bisherige Pilotprojekte zeigten keinen Erfolg. Dresden nimmt rund 1,3 Millionen Euro jährlich durch die Hundesteuer ein. Aber nur rund 20000 Euro stehen dem Amt für Abfallwirtschaft und Grünflächen für Beutelspender für den Hundekot zur Verfügung. Das wollen die Grünen jetzt ändern. Sie schlagen vor, mehr Beutelspender aufzustellen. Außerdem müssten die Haufen schneller beseitigt und die Hundebesitzer stärker auf ihre Pflichten aufmerksam gemacht werden. Vor der gestrigen Diskussion im Umweltausschuss hat Dagmar Kuklinski, Abteilungsleiterin Abfallwirtschaft, einen Überblick über die aktuelle Situation gegeben. Dabei kam heraus, dass es in der Stadt bereits 187 dieser Spender mit den Tütchen für den Hundekot gibt. Das bedeutet statistisch gesehen einen für 64 Hunde. 27 davon werden von der Stadt betrieben, die anderen von großen Vermietern. Allerdings werden die Beutelspender sehr unterschiedlich angenommen, sagte Dagmar Kuklinski. Sie verwies auf Zerstörungen und Schmierereien. Zudem würden die Spender ignoriert, wie auch ein Pilotprojekt in Pieschen gezeigt habe. Als Alternative schlägt ihr Amt vor, Hai-Dogs, das sind multifunktionale Papierkörbe, aufzustellen. Die seien ausreichend groß, robust und pflegeleicht...." [zur Originalmeldung]

Wenn wir, wie bei dem aktuellen Scheißwetter, mit unserem Hund nicht gerade im Garten sind, wo er seine beschissenen Geschäfte auf den weitläufigen Elbwiesen erledigen kann, müssen wir mit ihm natürlich in unserer Wohngegend ab und zu mal eine Runde um den Block gehen. Dabei kommen wir an zwei schicken Hundetoiletten vorbei - nicht beschmiert oder beschädigt, wohlgemerkt. Allerdings nutzen die Scheißdinger den Hundebesitzern wenig. Und warum?

Suchbilder: Was stimmt da nicht?

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Na, hat jemand die Antwort gefunden?

Ich sag´s Euch einfach: Es sind keine Tüten im "Tütenspender"! Und das war nicht nur gestern so als ich die Photos machte, sondern das ist der Dauerzustand, seit die "Tütenspender" vor ca. zwei Jahren aufgestellt wurden. Da ist es doch wohl kein Wunder, daß sie von den Hundebesitzern glatt ignoriert werden... Das Geld für die Spender hätte man sich also getrost sparen können.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich will nicht sagen, daß ein nutzloser "Tütenspender" der Freifahrtschein für alle Hundebesitzer ist, die Haufen ihrer Vierbeiner einfach überall rumliegen zu lassen. Selbstverständlich kann man sich auch selbst Tüten mitnehmen und sie samt Inhalt in einem normalen Abfallbehälter entsorgen.

Aber der Mensch ist nun mal bequem und manchmal auch vergeßlich. Grad keine Tüte zur Hand? Ok, schnell weitergehen, hat ja hoffentlich keine gesehen... Diesen Hundebesitzern muß man ein Stückchen entgegenkommen. Es bringt nichts, nur über sie zu meckern, ständig alle Hundehalter unter Generalverdacht zu stellen und an ihr Pflichtbewußtsein zu appellieren.

Daß das mit dem Entgegenkommen funktioniert, zeigt die Praxis in der Schweiz. Dort stehen in den Städten und Erholungsgebieten massenhaft Hundetoiletten rum, und alle sind mit Tüten bestückt. Als Hundebesitzer kommt man praktisch zwangsläufig daran vorbei, und selbstverständlich nimmt man sich von dort Tütchen für den Fall der Fälle mit. Häufig befindet sich eine Hundetoilette sogar in unmittelbarer Näher eines gerade frisch platzierten Stinkhaufens, so daß man nur ein paar Meter gehen, sich ein Tütchen holen, es befüllen und in den Behälter werfen muß. Das ist bequem, unkompliziert und selbst für die faulsten Naturen gerade noch annehmbar. Außerdem verstärkt die hohe Anzahl der Hundetoiletten den moralischen Druck auf die Hundebesitzer. Keiner kann sich mehr damit rausreden, dummerweise ausgerechnet heute seine Tüten vergessen zu haben.

Geht das nur in der reichen und sowieso viel ordentlicheren Schweiz? Das kann ich mir nicht vorstellen. Wenn ich lese, welche Summen Dresden durch die Hundesteuer einnimmt, bin ich geneigt zu glauben, daß auch bei uns ein paar dünne Plastiktütchen finanzierbar wären. Mir ist schon klar, daß die Hundesteuer, wie übrigens alle Steuern, nicht zweckgebunden erhoben werden. Sie dient allgemein der Finanzierung des Staates bzw. der Gemeinde. Die Kfz-Steuer fließt auch nicht unmittelbar in den Straßenbau oder in Projekte zur Entwicklung zukunftsfähiger Antriebsarten. Immerhin werden aber noch Straßen gebaut und (hin und wieder) instandgesetzt. Die Hundesteuer dagegen wird vielerorts tatsächlich nur als wunderbare Einnahmequelle betrachten. Nur ein Bruchteil wird zur Verbesserung der für alle Betroffenen lästigen Situation eingesetzt. Man beachte die im zitierten Artikel genannten Zahlen: Von 1,3 Millionen Euro (!) Hundesteuer landen beim Grünflächenamt gerademal 20.000 Euro! Zweckungebundenheit von Steuern hin oder her; das steht nun wahrlich in keinem vernünftigen Verhältnis mehr.

Also liebe Stadträte, statt noch mehr Spender aufzustellen, die am Ende gar nichts spenden, sollten vielleicht die vorhandenen Hundetoiletten erstmal regelmäßig bestückt werden. Dann schauen wir nochmal, ob die Akzeptanz tatsächlich so schlecht ist.

Falls es sich bei den Beutelspendern in unserer Gegend um solche einer großen Wohnungsgenossenschaft oder -gesellschaft handeln sollte, die ja offensichtlich 160 der insgesamt 187 Hundetoiletten betreiben, sollte die Stadt darauf hinwirken, daß sie auch in einem nutzbaren Zustand sind. Zur Not müssen sie eben von der Stadt übernommen und bestückt werden. Sie ist es schließlich, die uns die Hundesteuer aus der Tasche zieht, nicht die Grundstückseigentümer.

So, genug Scheiße gelabert für heute.

23.2.09

frühreifes Kellerkind

Zwar hatte Nicole das Bäumchen etwas näher an das Kellerfenster gestellt, aber es hat noch immer recht wenig Licht dort unten. Das scheint unser Kellerkind allerdings kaum zu stören. Waren vor ein paar Wochen nur einige wenige Blattansätze zu sehen, bildet sich jetzt schon eine regelrechte "Krone".

Austrieb Pfirsichbäumchen (03)

20.2.09

Reges Treiben im Fensterbanktreibhaus

Das ging fix! Am 01. Februar habe ich das Fensterbanktreibhaus wieder eingerichtet. Schon eine Woche später zeigten sich die ersten Tomaten-Keimlinge (Roma).

Fensterbanktreibhaus 2009 (03)

Heute sieht´s so aus:

Fensterbanktreibhaus 2009 (06)

Links ein regelrechter Tomaten-Rasen, zumindest im vorderen Teil der Schale bei den Roma-Tomaten. Im hinteren kommen ein paar Marzano-Keimlinge, die sich aber noch etwas mehr Zeit lassen.

In der mittleren Schale schauen vorn ein paar Auberginen raus und in der hinteren Hälfte einige Mini- bzw. Cocktailtomaten.

Rechts - noch etwas dürftig - die Studentenblumen.

Fensterbanktreibhaus 2009 (05)

In den beiden überdachten Pflanzschalen wachsen roter und gelber Gemüsepaprika, Chilis und noch ein paar Studentenblumen heran.

12.2.09

Es geht los!

Heute schneit es zwar wieder, aber das Unvermeidliche läßt sich nicht aufhalten: Die Dresdner Krokuswiesen kommen zurück und die Tulpen-Battle mit dem Nachbarn geht in ihre erste Runde.


Dresdner Krokuswiesen 2009 (01)

Dresdner Krokuswiesen 2009 (02)

Tulpen 2009 (01)

Die Narzissen sind da natürlich auch nicht weit.

Narzissen 2009 (01)

Obst: Rechtzeitig?

Vergangenes Wochenende haben wir ihn aus der viel zu spät angebrachten Winterummantelung herausgeschält und besprüht - diesmal hoffentlich rechtzeitig! Schließlich soll er ja nicht schon wieder von der Kräuselkrankheit heimgesucht werden.

Naja, wir wären aber schon erstmal froh, wenn überhaupt Blüten und Blätter zum Vorschein kämen und er nicht den Kältetod gestorben ist.


Nektarinenbäumchen 2009 (01)

6.2.09

Spam-Vorbeugung mit Sächsisch

Gerade habe ich drüben bei sisah einen Kommentar hinterlassen. Bei der Kommentarfunktion ist natürlich Captcha (Wortbestätigung) zur Spam-Vermeidung aktiviert. Bisher hatte ich immer den Eindruck, daß es sich um eine zufällige Aneinanderreihung von Buchstaben handelt - bis heute!

Nubitte, Google spricht Sächsisch! In Zukunft will ich keine Lästereien über unseren Dialekt mehr hören. Is das gloar, ihr Motschekiebschn?

"sächsisches" Captcha bei Blogger.com

5.2.09

Fensterbanktreibhaus 2.0

Am Sonntag habe ich angefangen, das diesjährige Fensterbanktreibhaus zu bestücken - etwas früher als im letzten Jahr. Von der Sonne herauskitzeln lassen sollen sich wieder die üblichen Verdächtigen: Tomaten und Paprika in je drei Sorten, Auberginen, und Studentenblumen.

An die ganze Pikiererei darf ich noch gar nicht denken... ;-)

Fensterbanktreibhaus 2009 (02)

-21: Lebenszeichen

Über die ersten sichtbaren Schäden, die uns der Kälteeinbruch um die Jahreswende beschert hat, habe ich ja schon berichtet. Es gibt aber auch Lebenszeichen.

In unserem unbeheizten Gartenhaus hatten wir einige Kübelpflanzen untergestellt. Natürlich sanken auch dort die Temperaturen deutlich unter den Gefrierpunkt. Besonders fürchteten wir daher um das Leben unseres vermeintlich zarten Pfirsichbäumchens, das wir erst letztes Jahr in der ehemaligen Kompostecke gefunden hatten. Für den Fall, daß es doch noch nicht ganz erfroren war, nahmen wir es mit nachhause in den Keller, wo es vergleichsweise mollig warm ist.

Letzten Sonntag begab ich mich nach längerer Zeit mal wieder in den Keller, um die Aussaatschalen für unser diesjähriges Fensterbanktreibhaus mit Erde und natürlich Samen zu füllen. Und siehe da, was treibt im schummerigen Kellerlicht aus? Genau, das Pfirsichbäumchen. Es ist also doch keine Frostbeule, kein Warmduscher und auch kein "zartes Pflänzchen". Ab jetzt darf es sich Baum nennen.

Austrieb Pfirsichbäumchen (01)

Austrieb Pfirsichbäumchen (02)

26.1.09

Dickhäuter im Dschungel

Der Dschungel ist ja auch irgendwo ein Garten, weshalb ich mich mit folgendem noch einigermaßen im Rahmen der Thematik dieses Blogs wähne:

Was haben die Leute von n-tv.de sich nur bei dieser Bilder-Komposition gedacht...?

Dickhäuter

Ich sag´s noch

Gerade schreibe ich was davon, daß es hoffentlich bald soweit ist, und schon finde ich ein Blog, in dem der Frühling ausgerufen wird. Die müssen wohl in einem fernen (Bundes-) Land leben, denn bei uns läßt sich weit und breit noch kein Schneeglöckchen blicken.

-21: erste sichtbare Schäden

Wenn man den Garten nicht direkt vor der Haustür hat, rafft man sich in dieser Jahreszeit und vor allem bei dem Wetter, das wir zuletzt hatten, nur schwer auf, mal wieder die Lage vor Ort zu begutachten. Gestern bin ich aber dennoch mal raus gefahren. Vor allem wollte ich einige Samentütchen holen, denn so langsam kann man ja schon wieder das Fensterbanktreibhaus aufbauen. Bei der Gelegenheit habe ich natürlich gleich mal geschaut, ob es bereits sichtbare Folgen der arktischen Kälte (und der eigenen Nachlässigkeit) gibt.

Die Agave im Haus scheint die Minusgrade überstanden zu haben, der Rhododendron sieht auch schon wieder besser aus als noch vor zwei Wochen. Gar nicht gut sieht dagegen unser schöner großer Rosmarin aus: grau-braun statt dunkelgrün...

erfrorener (?) Rosmarin

Mal schauen, ob im Frühjahr wieder was rauskommt. Garantiert was rauskommen wird aber aus zwei Regentonnen. Die hat es komplett zerrissen. Auch das natürlich nicht nur eine Folge der Anomalie des Wassers, sondern auch der eigenen Trägheit. Als wir das Wasser ablassen wollten war es in zwei der vier Tonnen schon komplett durchgefroren - naja, wenigstens die beiden anderen konnten wir leeren.

Ich hätte jetzt wirklich gern Frühling, um das ganze Ausmaß der Verwü äh Vereisung sehen zu können.

8.1.09

-21

Gestern früh zeigte das Thermometer im Auto -21°C an. Kein schlechter Wert für Dresden, das aufgrund der Elbe und der Lage in einem Talkessel sonst eher lasche Winter erlebt - wie z. B. die Winterimitation 2007/2008.

So, nun aber -21°C! Und was schieben die Chaosgärtner? Nicht Schnee, sondern Panik!

Nachlässig gestimmt durch den milden Winter des letzten Jahres hatten wir diesmal weder das Nektarinenbäumchen noch die hochstämmigen Rosen warm eingepackt. Zumindest beim Nektarinenbäumchen hatte der mollig warme "Mantel" aus Stroh und Decken nämlich für ein sehr frühzeitiges Schwellen der Knospen gesorgt, so daß unsere Impfung gegen die Kräuselkrankheit zu spät kam. Deshalb und weil das Bäumchen nun ja schon zwei Jahre im Freien steht und recht kräftig aussieht, dachten wir, wir lassen das mit dem Einpacken jetzt einfach mal. Als es in Dresden dann nach Weihnachten anfing, richtig kalt zu werden, befanden wir uns im Urlaub auf Rügen, aus dem wir erst letzten Samstag zurückkehrten. Rechtzeitig noch einpacken war also nicht machbar. Am vergangenen Dienstag wurde es uns dann doch zu gruselig und wir holten das Versäumte nach. Mal sehen, ob´s schon zu spät war.

Gar nicht gut sah schon der Rhododendron aus. Seine Blätter hingen dunkelgrün und schlaff herab. Ist das normal? Erholt er sich wieder. Letztes Jahr sah er - obwohl auch ungeschützt - nicht so jämmerlich aus...

Sorgen mache ich mir auch um unseren wuchtigen Rosmarin-Busch. Diese Pflanze ist ja nun auch nicht gerade dafür bekannt, besonders gut in arktischen Regionen zu gedeihen.

Auch im Gartenhaus könnte der Frost Opfer gefordert haben. Dort hatten wir die Agave, den Fächerahorn, den kleinen, wild gewachsenen Pfirsich und ein junges Granatapfelpflänzchen untergestellt. Es herrschten im Haus zwar nur einstellige Minusgrade, aber auch die könnten empfindlichen Naturen den Kältetod beschert haben.

Naja, es wird uns wohl nichts anderes übrig bleiben, als den Frühling abzuwarten und zu schauen, ob er die Lebensgeister in unseren Pflanzen noch zu wecken vermag.

17.12.08

Hügelbeet

Im Kampf gegen Wühlmäuse und Maulwürfe haben wir uns ja Anfang des Jahres ein nerviges Piepsgerät zugelegt. Nach anfänglich guten Erfolgen, scheint es inzwischen nur noch uns zu nerven. Die Maulwürfe jedenfalls sind entweder so taub wie blind oder eine Art Blitz-Evolution läßt sie den Ton plötzlich als angenehm empfinden.

Tatsache ist jedenfalls, daß sich die Maulwurfshügel ausgerechnet dort konzentrieren, wo das Gerät in der Erde steckt, nämlich rund um unser Hügelbeet.

(Maulwurfs-) Hügelbeet (03)

Da bekommt die Bezeichnung "Hügelbeet" doch gleich eine ganz andere Bedeutung...

Mal abgesehen davon, daß das Hügelbeet momentan eh beschissen aussieht, da es zusammengesackt ist, die Steine des Begrenzungsringes völlig die kleingärtnerische Ordnung vermissen lassen und ich einige vertrocknete Stauden noch nicht abgeschnitten habe, ist diese Hügellandschaft nicht gerade schön anzusehen. Nichts gegen Maulwurfshügel auf den weiten Elbwiesen, aber so viele in unserem kleinen Garten? Das paßt mir eigentlich nicht so richtig.

(Maulwurfs-) Hügelbeet (01)

(Maulwurfs-) Hügelbeet (02)

Da sich die Maulwürfe offensichtlich unter dem Hügelbeet besonders wohl fühlen und von dort aus zu ihren Touren aufbrechen, werde ich es im Frühjahr völlig auseinandernehmen, Hasendraht drunterlegen, neu aufschütten und wieder bepflanzen. Mal sehen, ob´s was bringt.

Für weitere Tips bin ich natürlich dankbar (mal abgesehen von vergiften oder ausräuchern).

Vielleicht sollte ich´s ja mal so probieren ;-)


15.12.08

HAAAAALLLLLOOOO Heike!

Danke der Nachfrage! Bei uns ist alles bestens, nur leider geht das saisonbedingte Weniger an Gartenarbeit diesmal mit einem Mehr an Schreibtischarbeit einher - eine für den Blog (fast) tödliche Kombination.

Ich werde mich aber bemühen, wieder mehr von mir hören zu lassen. Der Garten ruht zwar, aber ein paar Posting-Rückstände gibt´s schon noch abzuarbeiten, und wenn mir ganz das Material ausgeht, kann ich ja auch mal wieder ein Update aus Isengard veröffentlichen.

Also bis die Tage! Ich komme wieder, keine Frage!

23.10.08

Kompostfund

Auf unserem Kompost landen die Gartenabfälle, aber auch unsere Küchenabfälle (wenn wir es geruchstechnisch verantworten können, sie bis zu unserem nächsten Gartenbesuch aufzuheben).

Eine Überraschung hielt der Kompost ja schon im Frühjahr für uns bereit: ein kleines Pfirsichbäumchen.

Am Wochenende war es nun wieder mal soweit. Auch ein anderer Südfruchtkern fühlte sich in unserem Kompost offenbar sauwohl und keimte. Nicole hatte es als Erste entdeckt und rief mich aufgeregt hinters Haus zu den Kompostern. Aus einem der Komposter wuchs von ziemlich weit unten seitlich ein langer Trieb mit ein paar Blättern heraus. Was könnte das sein?

Avocado im Kompost (01)

Wir hatten erstmal keinen Schimmer und auch kein Pflanzenbestimmungsbuch bei der Hand. Also grub ich mich mit einem kleinen Schäufelchen vorsichtig durch den Kompost und stieß schließlich auf das hier:

Avocado im Kompost (02)

Na, alles klar? Tip: Für ne Walnuß ist der Kern etwas zu groß.

Es ist - na klar - eine Avocado! Von diesen Dingern, denen ich persönlich nicht viel abgewinnen kann, verputzt Nicole gern mal eine und der ungenießbare Kern landet im Biomüll und schließlich auf dem Kompost.

Wir haben unseren Fund dann natürlich ganz ausgegraben und mit der ihm vertrauten Komposterde in einen Topf umgesiedelt, der nun bei uns im Wohnzimmer auf dem Fensterbrett steht. Ich bin gespannt, wie sich das Bäumchen dort entwickeln wird.

22.10.08

Verwildert

Wenn man eine Weile nicht im Garten war, verwildert er ganz fix. Und wir waren eine Weile nicht im Garten. Schlechtes Wetter, Examensstreß bei Nicole, Arbeit, Familienbesuche und die Tatsache, daß es jetzt schon wieder fast dunkel ist, wenn ich von Arbeit komme, führten dazu, daß wir nur noch sporadisch im Garten vorbeischauen konnten, um zu prüfen, ob er vom Vorstand inzwischen als herrenlos eingestuft und weitergegeben worden war.

Sehr kleingärtnerisch akkurat sah es daher nicht gerade aus. Die Pfingstrosenbüsche waren braun und breitgeklatscht,

Anflug von Verwilderung (01)

die Sonnenblumen vertrocknet und teilweise umgeknickt,

Anflug von Verwilderung (02)

den runden Teich hatte eine Fadenalgenpest heimgesucht

Algenpest

und natürlich wuchs das Unkraut in allen Ecken und Winkeln.

Anflug von Verwilderung (03)

Es gab also allerhand zu tun. Neben diesen herbstlichen Pflichtaufgaben haben wir aber auch schon für das Frühjahr vorgesorgt, nämlich Blumenzwiebeln gesteckt. Einmal waren da die Tulpenzwiebeln, die ich nach der Blüte ausgegraben, enthäutet und getrocknet hatte, und neue Tulpenzwiebeln - eine 100er-Packung buntes Durcheinander. Die habe ich alle in unserem Erdbeerfeld versenkt. Das ist hundesicher umzäunt, so daß die Blumen nicht zerlatscht und plattgewälzt werden können, und es es grenzt an den Garten eines Nachbarn, der mit seiner Tulpenpracht jedes Jahr Nicoles Neid entfacht. Mal sehen, ob wir nächstes Jahr dagegen anstinken können ;-)

Außerdem mußten natürlich wieder ein paar Krokusse her, und vier Zierlauch-Knollen wurden auch noch versenkt.

Frühlingsblühernachschub

Es kann also Frühling werden!

19.9.08

Südfruchternte

Letzten Samstag haben wir einige unserer Südfrüchte geerntet.

Das im Frühjahr von der Kräuselkrankheit heimgesuchte Nektarinenbäumchen bescherte uns ein kleines Körbchen voller Nektarinen, die zwar recht farblos aussehen, aber wirklich gut schmecken, und die Auberginen können sich auch sehen lassen.

Dank Margits Rezept, welches ich noch ein wenig abgewandelt habe, finde ich die Auberginen inzwischen auch gar nicht mehr so langweilig und werde sie nächstes Jahr ganz sicher wieder anbauen.

Auberginen- und Nektarinenernte

Süßkartoffelblüte

Seit 2006, also seit Beginn unserer Gärtnerlaufbahn, haben wir Süßkartoffeln angepflanzt. Die gibt es in verschiedenen Laubfarben, was sie recht dekorativ macht. Insgeheim haben wir natürlich immer gehofft, auch mal die eine oder andere Süßkartoffel ernten zu können, aber die Pflanzen haben nichtmal geblüht.

Dieses Jahr haben wir natürlich wieder welche. Eine hatte ich meiner Mutter und ihrem Lebensabschnittsverschönerer für ihren Garten im Vogtland mitgegeben. Als wir dort vor einer Weile mal zu Besuch waren, staunten wir nicht schlecht, daß die Pflanze ordentlich blühte. Bei uns war davon leider nichts zu sehen - bis zum letzten Wochenende:

Süßkartoffelblüte (02)

Kalt isses

Meine Fresse ist das plötzlich kalt geworden! Da hat man gar keine Lust, nach der Arbeit noch in den Garten zu fahren und sich dort den A... abzufrieren. Daher habe ich diese Woche gar keine neuen Bilder gemacht. Zum Glück gibt´s noch welche vom vergangenen Wochenende, die ich mangels Zeit noch gar nicht vorgekramt habe.

Da wir gerade beim Thema Kälte waren: Vermutlich werden wir sie dieses Jahr nicht mehr brauchen, aber spätestens nächsten Sommer wird sie einen Hauch von Luxus und kalte Luft in unserem Gartenhaus verströmen. Tata, ich präsentiere eine zugegeben für ne Laube recht dekadente Neuerwerbung - unsere Klimaanlage:

Klimaanlage

Neuerwerbung trifft´s eigentlich nicht ganz. Wir haben sie nämlich nicht erworben, sondern sie wurde uns von einem guten Freund förmlich aufgedrängt, und wir haben uns natürlich nicht lange dagegen gesträubt. Der edle Spender ist nämlich kürzlich umgezogen und wollte die Klimaanlage nicht in die neue Wohnung mitnehmen. Warum? Nun ja, das Teil hat einen Nachteil: Die warme Abluft, die hinten aus dem Gerät strömt, muß irgendwo hin - praktischerweise nicht gerade in den zu kühlenden Raum ;-) Man braucht also einen Durchbruch in ein anderes Zimmer oder vorzugsweise ganz nach draußen, und sowas ist bei Mietwohnungen hin und wieder mit Problemen verbunden.

In unserer Laube haben wir solche Probleme natürlich nicht. Wir machen einfach ein Loch in die Wand, wo wir wollen (und hoffen, daß sie nicht einstürzt...). Also von mir aus können wir den Winter überspringen und gleich mit einem schönen warmen Frühling weitermachen.

12.9.08

Magschd au probiere?

Herrlich! Bei gartenvideo.com war mal wieder Degustationszeit. Ich mag die Videos dort ja generell, aber das neueste Werk ist die vorläufige Krönung des filmerischen Schaffens.

Es geht schon ziemlich verwackelt los; die Ehefrau kann sich - man kennt das aus ähnlichen Situationen ja selbst - ein verlegenes Lachen kaum verkneifen, spricht dann zu leise und muß sich dafür ermahnen lassen, und das Kind widerspricht ganz klar dem Urteil des "Spezialisten". Zu guter letzt sappt auch noch Verwandtschaft ins Bild, die nicht mitbekommen hat, daß hier gerade ein ersthafter PR-Video-Dreh stattfindet. Schade, daß sie auf die Aufforderung des Kindes hin nur eine Himbeere probiert und nicht auch noch ihr Urteil in die Kamera gesprochen hat.

Bei gartenvideo.com wird nichts geschnitten, es gibt keine aufwendigen Intros, alles wirkt irgendwie amateurhaft und natürlich, und ich glaube fast, daß dahinter eine geniale Marketing-Idee steckt. Der Typ wirkt einfach nicht wie der Baumschulen-Unternehmer, der Pflanzen "produziert" und jeden Tag dutzende, hunderte oder was weiß ich wieviele davon losschlägt. Er kommt vielmehr rüber wie mein netter Gartennachbar, der mir was von dem übern Zaun reicht, was er übrig hat, statt es wegzuwerfen. Man könnte glatt was bestellen, wenn da nicht die Versandkosten wären...

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