29.7.09

Es war einmal,

... da wohnte im fernen Auenland ein Gartenzwerg. Tagein, tagaus schuftete er in seinem Kleingarten und erzählte in seinem Blog jedem, der es wissen wollte, von seinen Taten.

Doch dann wollte der Gartenzwerg am 30. Mai 2009 heiraten

DSC_0167

und die - gar nicht so zwergenhaften - Vorbereitungen für dieses Fest nahmen ihn und seine Herzenszwergin so in Anspruch, daß er keine Zeit mehr für Tratsch am Gartenzaun hatte. Auch nach der Hochzeit wartete viel (Büro-) Arbeit auf ihn. Lange Zeit wurde es daher sehr still im Auenland.

Gegärtnert wurde natürlich trotzdem, und jetzt hat der Gartenzwerg auch wieder etwas mehr Zeit, um darüber zu berichten. Es müssen nur noch die Bilder hochgeladen werden. Bald geht´s los!

8.5.09

Da isser wieder

Der widerspenstige Baumstumpf ist wieder aufgetaucht!

Neugestaltung des Staudenbeetes (01)

Was hatte ich mich abgemüht, diesen Überrest eines alten Kirschbaumes zu entfernen! Dann verließ mich der Elan und die rettende Idee kam: ein rundes, mit allerlei Stauden bepflanztes Hügelbeet würde den Baumstumpf wunderbar verdecken und noch dazu gut aussehen. Gesagt, getan.

Das sah auch alles zunächst wunderbar aus. Dann kamen allerdings die Maulwürfe oder Wühlmäuse oder Raketenwürmer - was weiß ich! Jedenfalls ging der Hügel völlig aus dem Leim und sah einfach nur noch beschissen aus.

Am Wochenende haben wir es deshalb nun plattgemacht und einen Teil der Wiese, dort, wo Birnbaum und Rhododendron stehen, in ein neues Staudenbeet - konventionell ebenerdig - verwandelt.

Neugestaltung des Staudenbeetes (02)

Neugestaltung des Staudenbeetes (03)

Neugestaltung des Staudenbeetes (05)

Dazu mußte natürlich allerhand Rasen ausgestochen werden. Der wurde dann an der Stelle des alten Hügelbeets wieder verlegt.

Neugestaltung des Staudenbeetes (04)

Der "Rasen" sieht jetzt natürlich noch ein bißchen wüst aus, aber das wird schon. Wir wollen ja auch gar keinen englischen Rasen, sondern einfach ein zusammenhängendes Stück Wiese, wo der Hund rumlatschen und sich wälzen kann, ohne Schaden anzurichten, und wo man mal, wenn mehr Gäste kommen, als auf unsere Mini-Terrasse passen, ein paar Stühle und einen Tisch aufstellen kann.

Übrigens haben wir neben den Stauden aus dem Hügelbeet auch die kürzlich erstandene und beinahe für tot erklärte Aldi-Magnolie in das neue Beet gepflanzt, denn sie lebt noch, sie lebt noch, sie lebt noch!

Alles wunderbar also, wäre da nur nicht der Baumstumpf, denn der muß nun tatsächlich weg, irgendwie...

30.4.09

Wir bringen Wein mit

Letzten Sonnabend haben wir angegrillt. Wie es sich gehört, brachten unsere Gäste Wein mit - und zwar einen guten alten vom Weingut Schloß Wackerbarth in Radebeul. Den haben wir dann auch noch am selben Abend getru eingepflanzt.

Wackerbarth-Weinstock (02)

Das Weingut sortiert ab und zu Reben aus, die für den kommerziellen Anbau nicht mehr taugen. Für uns sind sie aber allemal noch gut genug.

Im Vergleich hierzu unser letztes Jahr angeschaffter Wein vom Gut Aldi Nord, welcher sich auch ganz gut macht:

Aldi-Weinstock 2009 (01)

29.4.09

Blütezeit: Wenn der blaue Flieder...

...schnell verblüht,...

Unser Flieder blüht und riecht dieses Jahr besonders kräftig. Schade nur, daß es damit immer so schnell wieder vorbei ist. Gestern haben wir bereit die ersten braunen Blüten entdeckt. Hier nun aber erstmal das gute Stück kurz vorm Aufblühen und dann in voller Pracht:

Flieder 2009 (01)

Rhododendron und Flieder 2009

Flieder 2009 (02)

28.4.09

Neue Aldi-Pflanze oder Totholz für sechs Euro?

Vor Wochen hatte Aldi Magnolien im Angebot. Soweit ich mich erinnere sollten sie ca. 10 Euro kosten. Irgendwie konnte ich mich aber zu einem Kauf nicht durchringen. Zwar gefallen sie uns sehr, aber ich wußte nicht so recht, wo ich das gute Stück hinpflanzen könnte.

Nach drei Wochen, das Angebot war offiziell längst beendet und an der Kasse wußte man schon nicht mehr, welche Nummer man dafür eintippen muß, standen immer noch ein paar jämmerliche Exemplare im Ramschregal rum - ohne Blätter und Blüten selbstverständlich.

Da hat es mich dann doch gepackt. Die Pflanzen sollten jetzt noch sechs Euro kosten, und so erbarmte ich mich und schlug zu.

Nicole hält die Pflanze für tot und ärgert sich, daß wir sie nicht früher gerettet haben. Ich dagegen habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Der Topf war in Plastik gehüllt und die Erde dadurch noch feucht. Ich bin deshalb zuversichtlich, daß die Magnolie nicht vertrocknet ist, sondern ihr nur etwas Sonnenlicht fehlte. Das hat sie nun bei uns im Garten zur Genüge. Ob´s bei der Wiederbelebung hilft, werden wir sehen...

Aldi-Magnolie

24.4.09

Kräuter aus Fernwest

Zu Ostern sind wir ganz schön rumgekommen. Unser Bewegungsprofil: Erst Ludwigsburg, dann Basel und schließlich noch für ein paar Stunden Freiburg i. Br. (weil´s bei der Rückfahrt an der Strecke liegt und man munkelte, es solle da sehr schön sein, was wir natürlich mal selbst überprüfen mußten).

Ja, in Freiburg kann man es aushalten. Ich mache hier aber keinen Reiseblog, also wo ist der Bezug zum Garten?

Hier:

Ostern 2009 (39)

In Freiburg war gerade Markttag, und an einem Stand dealte man mit allen möglichen Kräutern - nicht getrocknet, sondern lebendig im Topf. Eine solche Auswahl hatten wir bisher noch nicht gesehen. Verschiedene Sorten Salbei, Basilikum, Winterbohnenkraut... Darunter war auch eine stattliche Auswahl von Rosmarin-Sorten.

Da unser schöner Rosmarin im Winter das Leben ausgehaucht hatte, mußte Ersatz her (grillen ohne Rosmarin geht gar nicht!). Eigentlich hatten wir es auf einen winterharten Rosmarin abgesehen, wollten ihn aber erst mitnehmen, wenn wir unseren Stadtbummel beendet hätten. Zu dumm, daß die Freiburger offensichtlich gerade an diesem Tag ihre Kräutergärten bestücken wollten, denn als wir zum Stand zurückkehrten, war der winterharte Rosmarin schon ausverkauft.

Die Wahl fiel dann auf einen kriechenden Rosmarin. Der ist zwar nicht ganz so winterhart, blüht dafür aber intensiv blau und hängt hoffentlich bald dekorativ über den Rand unsrer Pflanzring-Kräuterpyramide.

neuer Rosmarin

Hinter dem Rosmarin sieht man übrigens noch ein Currykraut. Das hatten wir zuvor auf dem Markt in Ludwigsburg erstanden.

Kirschen-Tipspiel

2006 haben wir ihn gepflanzt, 2007 gab´s noch keine Blüten, 2008 immerhin schon vier. Die Ernte fiel mit einer Kirsche im Verhältnis zur Anzahl der Blüten gar nicht so schlecht aus.

Dieses Jahr habe ich die Blüten nicht gezählt, denn es sind deutlich mehr.

Kirschblüte 2009

Wieviele Kirschen wird es da wohl zu ernten geben?

Mein Tip: 20

Wer will, kann in den Kommentaren auch einen Tip abgeben. Wer am nächsten dran ist, darf sich einen "Preis" aussuchen: Entweder er/sie bekommt eine Kirsche von unserem Baum per Post oder ich mach nochmal nen Gartenblogrundgang - exklusiv im Blog der Gewinnerin oder des Gewinners.

Wenn ich gewinne, bleibe ich zuhause und esse die Kirsche selbst.

(So, jetzt muß ich mir nur noch irgendwo aufschreiben, daß ich die Kirschen erst zählen muß, ehe wir sie verputzen...)

23.4.09

Klarer Sieg

Die von uns ohne sein Wissen gegen den Nachbarn ausgerufene Tulpen-Battle haben wir eindeutig gewonnen. Das liegt natürlich zum einen an dem 100er-Sack Tulpenzwiebeln, die ich letzten Herbst so platziert habe, daß ein unmittelbarer Vergleich mit dem zu erwartenden Tulpenfeld jenseits des Zauns möglich ist.



Zum Anderen, ich muß es leider zugeben, hat es uns der Nachbar dieses Jahr aber auch ausgerechnet verdammt leicht gemacht. Keine Spur von der Tulpenfülle der Vorjahre! Statt Tulpenzwiebeln hat er fast nur (Gemüse-) Zwiebeln gesteckt, der olle Spielverderber. Mal sehen, vielleicht entfacht unser Tulpenbeet ja wieder seinen Ehrgeiz...

8.4.09

Dieses Jahr fällt die Bestäubung aus

Wir wollen´s mal positiv sehen: Das Nektarinenbäumchen hat den kalten Winter ohne Abdeckung überstanden.

Nektarinen werden wir aber trotzdem nicht ernten können, denn die Blüte fällt dieses Jahr aus - keine einzige Blütenknospe, nur Blätter.

Nektarinenbäumchen 2009 (01)

Bleibt uns nur der Blick ein Jahr zurück, als das Bäumchen in voller Blüte stand und ich mit dem Pinsel die Arbeit der Bienen erledigte. Tja, nächstes Jahr wird wieder der Wintermantel drübergezogen.

7.4.09

Besen?

Vor ein paar Tagen regte sich die Gärtnerin furchtbar über verschnittene Forsythien auf. Falls sie inzwischen wieder etwas runtergekommen ist, will ich mal versuchen, ihr Blut erneut in Wallung zu bringen - und zwar mit diesem hübschen Exemplar:

Forsythie 2009

Ich glaube, sie würde es als Besen klassifizieren - untenrum schmal und kahl, oben breit. Und wo wächst das gute Stück nun eigentlich? Klar, bei uns im Garten!

Dieser Strauch war mal unter einem Kuddelmuddel aus wildem Wein, Clematis und allerlei sonstigem Gewächs verborgen (rechts neben dem Haus).

hausfront

Diesen Urwald haben wir nach Übernahme des Gartens ordentlich ausgelichtet und auch an der Forsythie kräftig rumgeschnippelt. Wunder konnten wir aber keine vollbringen.

So ist sie nun zwar nicht die Schönste, und irgendwie paßt sie auch nicht an die Stelle, aber ich mochte Forsythien schon immer, und deshalb wird sie wohl bleiben.

1.4.09

Barockgartensparte

Keine Ahnung, was in den Köpfen der Vorstände einer Gartensparte manchmal vorgeht. Seit Jahren bemüht man sich redlich aber erfolglos, beim Wettbewerb "Schönste Kleingartenanlage Dresdens" den Titel abzustauben. Die Verzweiflung ist groß - so groß, daß nun ein ganz verwegener Plan ausgeheckt wurde.

Der Dresdner Barock ist ja über die sächsische Landesgrenze hinaus bekannt. In und um Dresden gibt es eine Reihe barocker Bauwerke und Gartenanlagen. Zu letzteren zählt u. a. der Große Garten mit seinem Palais. Und schon bald wird es eine weitere barocke Gartenanlage geben - die erste nach barockem Vorbild gestaltete Kleingartenanlage Deutschlands, wenn nicht sogar der Welt!

Sobald dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt wurde, kommt - so die Prognose des Vorstandes - die Findungskommission nicht umhin, unsere Kleingartenanlage zur schönsten von ganz Dresden zu küren.

Natürlich dauert das alles ein bißchen. So ein Barockgarten ist ja nicht von heute auf morgen angelegt. Man muß im Grunde die komplette Struktur der Parzellen verändern, vor allem aber benötigt man die typische Bepflanzung.

Nun könnte man ausgewachsene Pflanzen für Freiland und Kübel einfach kaufen, aber das würde das Budget des Vereins und seiner Mitglieder doch deutlich überstrapazieren. Deshalb hat man sich für eine etwas langwierigere, jedoch erheblich günstigere Variante entschieden:

Der Vorstand verteilte an alle Kleingärtner ein Starter-Set zur Anzucht typischer Barockgartenpflanzen.

Der kleine Barockgarten (03)

Als vorbildliches und vorstandshöriges Mitglied unseres Kleingartenvereins habe ich mich am Wochenende sofort darangemacht, mit der Anzucht zu beginnen.

Im Starter-Set waren Samen für Fächerpalmen, Echte Myrte und Ölbäume enthalten, die allesamt erstmal eingeweicht werden mußten.

Der kleine Barockgarten (01)

Nach 24 Stunden Wasserbad wurden sie dann in kleinen Töpfchen auf Kokosfasersubstrat - alles im Starter-Set mitgeliefert - gebettet und angefeuchtet.

Der kleine Barockgarten (04)

Anschließend kann man die Töpfchen wieder in die Verpackung stellen, welche praktischerweise als Mini-Gewächshaus fungiert.

Der kleine Barockgarten (05)

Erste Keimlinge sind lauf Beschreibung in zwei bis vier Wochen zu erwarten. Wann dann mit der Transformation des Chaos-Gartens in einen Barockgarten begonnen werden kann, hängt von der Wachstumsgeschwindigkeit ab. In der Zwischenzeit könnten wir aber eigentlich den Ranklatscher nochmal engagieren, damit er uns barocken Zierrat ans Häuschen klatscht. Eine schnöde Laube paßt ja irgendwie nicht ins neue Konzept...

31.3.09

Geile Tomaten

Es gibt Gärtnerbegriffe, die mich immer etwas amüsieren, und von denen ich anfangs gar nicht glaubte, daß sie tatsächlich zum allgemeinen Sprachgebrauch gehören, ja sogar Fachausdrücke sind. In meinem Mindestwortschatz waren sie jedenfalls zunächst nicht vorhanden. Dazu gehört zum Beispiel das schöne Wort "ausgeizen". Aber auch "vergeilen" finde ich geil.

Äußeres Zeichen der Vergeilung ist - Man(n) kann es sich denken - ein verstärktes Längenwachstum ...

Betroffen von totaler Vergeilung sind in diesem Frühjahr jedoch nicht nur Männer, sondern vor allem meine Tomaten im Fensterbanktreibhaus. Wirklich ideal ist der Standort nicht - wohl zu warm und nicht genug Licht von allen Seiten. Außerdem habe ich mit dem Pikieren scheinbar ein bißchen zu lange gewartet. Das ist nun das Ergebnis:

Fensterbanktreibhaus 2009 (08)

Das habe ich nun am Sonntag auseinandergefitzt. Dabei fanden sich zum Glück noch einige, die noch nicht so schlaff und krumm darniederlagen. Wenn die alle durchkommen, reicht es für unseren Tomatenbedarf allemal. Man muß es ja nicht übertreiben.

Fensterbanktreibhaus 2009 (07)

Da ich nun einmal dabei war, habe ich auch gleich noch einige Auberginen- und Paprikapflänzchen vereinzelt. Alle zusammen sind sie dann in das kleine Plastikgewächshaus umgezogen, welches ich eigens aus dem Garten geholt und auf dem Balkon aufgestellt habe.

Fensterbanktreibhaus 2009 (09)

Mal sehen, ob sich die Geilheit dort wieder etwas legt, immerhin ist es draußen noch recht frisch... Obwohl; jetzt soll ja der Frühling wirklich kommen...

24.3.09

Die Saisoneröffnung

Ich hatte es ja schon geschrieben: Am Sonnabend haben wir die Gartensaison eröffnet - mitten im Winter, wie mir heute scheint... Nun ja, sei´s drum! Jedenfalls haben wir etwas Ordnung ins Chaosgärtchen gebracht. Mit dem völlig zerwühlten Hügelbeet hätten wir - käme heute die Findungskommission für die "Schönste Kleingartenanlage Dresdens 2009" - zwar an einem erneuten Vorbeischrammen unserer Sparte an diesem begehrten Titel sicher maßgeblichen Anteil. Aber wir wollen mal nicht zu streng mit uns sein, und die Inspekteure kommen eh erst im Mai. Wir bauchmiezeln uns lieber ein bißchen und prahlen mit dem, was wir neben Gesichtssonnenbad und Kaffeetrinken noch so geschafft haben.

Als Erstes haben wir gleich mal zur Schere gegriffen und einigen Pflanzen einen jahreszeitgeistigen Stoppel-Look verpaßt.

Schnipp-schnapp Rosen ab:

Rosenschnitt 2009 (02)

Rosenschnitt 2009 (01)

Auch die Lavendelbüsche wurden geschoren, übrigens streng nach Video-Anleitung und mit beinahe schweizerischer Präzision.

Lavendel nach Rückschnitt

Unser vermutliches Kälteopfer, der Rosmarin, kam ebenfalls unter die Schere. Weg mit den erfrorenen, grauen Trieben. Mal schauen, ob noch ein Funken Leben in den dicken Ästen ist.

Rosmarin vor Rückschnitt

Rosmarin nach Rückschnitt

Was noch? Ach ja:

Einer der Teiche wurde ein wenig ausgemistet,

P1040286

drei Rosenkohl-Gespenster ausgetrieben,

Rosenkohl vom Vorjahr

und ein Häufchen Kompost wurde gesiebt und auf ein Beet geschüttet, in welchem ich versuchsweise schon mal ein paar Buschbohnen versenkt habe. Außerdem wurden hier und da die (kaum respektierten) Hundegrenzen neu gezogen und Vorbereitungen für eine schubkarrengerechte Umfahrung des Nektarinenbäumchens getroffen. Bilder dazu gibt´s später, wenn die Arbeiten an der Umgehungsstraße etwas weiter fortgeschritten sind.

Das war´s mit den erledigten Arbeiten. Jetzt schauen wir uns nochmal kurz um, was denn schon so wächst.

Da wären natürlich die Krokusse, klar.

Dresdner Krokuswiesen 2009 (06)

Dresdner Krokuswiesen 2009 (07)

Außerdem scheinen wir für die erste Tulpen-Battle mit dem Nachbarn ganz gut gewappnet zu sein. Ich hatte ja extra eine 100er-Packung gekauft. Die meisten zeigen sich schon.

Tulpen 2009 (01)

Die Pfingstrosen und der Rhabarber kommen auch langsam raus.

Pfingstrosen 2009 (01)

Rhabarber 2009 (01)

Und dann wären da noch die Zwiebeln, die ich im Herbst gesteckt hatte.

Zwiebeln 2009 (01)

23.3.09

Pudelwohl

Am Sonnabend haben wir die Gartensaison eröffnet - endlich! Es hat richtig gut getan, mal wieder den ganzen Tag im Freien zuzubringen, hier was abzuschneiden, da was umzugraben und dort was aufzuräumen. Dazu gibt´s aber einen gesonderten Beitrag. Da unser Hund im Gegensatz zu uns auf die Wahrung seiner Privatsphäre und Persönlichkeitsrechte keinen gesteigerten Wert legt, hier stellvertretend ein paar Bilder von Lisa, wie sie sich am ersten Gartentag so richtig pudelwohl fühlt. Uns ging´s ganz ähnlich, wenngleich wir aber nicht nur rumgelegen und Krokusse plattgemacht haben.


16.3.09

Krokusse, Kraut und Rüben

Ein Lichtblick am Sonnabend und das war´s schon wieder. Es schifft, es ist kalt und es ist windig. Für die laufende Woche sagen die Wetterfrösche sogar wieder Schnee (-regen) voraus. Die Gartensaison haben wir noch nicht einläuten können. Vorgestern waren wir nur mal kurz schauen, ob auch bei uns die Frühlingsblüher wenigstens für ein bißchen Farbe sorgen. Sie tun es, aber ansonsten sieht es aus wie Kraut und Rüben. Egal, irgendwann wird sich der Frühling schon richtig durchsetzen. Bis dahin gibt´s Krokusse, Märzenbecher und Schneeglöckchen auf´s Auge.

Dresdner Krokuswiesen 2009 (04)

Dresdner Krokuswiesen 2009 (03)

Dresdner Krokuswiesen 2009 (05)

Märzenbecher 2009 (01)

Schneeglöckchen 2009 (01)

12.3.09

Spitzenwachstum

Wir kochen gern mit Ingwer. Häufig bekommt man aber nur relativ große Knollen zu kaufen, die man nicht sofort komplett verarbeiten kann. Um den Rest nicht vergammeln zu lassen, kann man ihn z. B. reiben und portionsweise einfrieren. Man kann ihn aber auch in einen Topf mit Erde stecken.

An fast jeder Knolle finden sich mehrere glatte, weißliche "Augen". Eines davon sollte noch oben aus der Erde gucken. Dann immer schön feucht und warm halten. Durch das Auge bohrt sich nach einer Weile eine grüne Spitze, die bei einem unserer Exemplare immer länger wird und sich einfach nicht aufdröseln will. Geduld braucht man also - wie so häufig beim Gärtnern - auch für die Ingwer-Anzucht.

Ingwer (01)

Und hier Ingwer Nr. 2, der es mit dem Spitzen-Wachstum nicht so eilig hat:

Ingwer (02)

10.3.09

Die Avocado mit den drei grünen Blättern

Unser Kompostfund vom letzten Herbst lebt noch und wächst. Allerdings geht´s nur in die Höhe und das Blattwerk bleibt spärlich. Haben wir uns noch gefreut, als oberhalb der bereits vorhandenen drei Blätter drei neue wuchsen, mußten wir bald feststellen, daß im Gegenzug die alten Blätter verschrumpelten und abfielen. Das passierte nun schon zum zweiten Mal. Nichts ist´s mit dem üppig grünen Avocado-Baum. Drei Blätter, mehr werden´s einfach nicht...

Avocado (03)

25.2.09

Scheiße, Scheiße, Scheiße!

Hundekot auf Gehwegen, Spielplätzen, Erholungsflächen etc. ist scheiße! Da gibt es keine Diskussion; auch für uns als Hundebesitzer nicht.

Meldungen wie die, die ich gestern in der Online-Ausgabe der Sächsischen Zeitung gefunden habe, amüsieren mich dann aber doch ein wenig:

"Dresden sucht Lösungen, um mit dem Hundekot besser fertig zu werden. Bisherige Pilotprojekte zeigten keinen Erfolg. Dresden nimmt rund 1,3 Millionen Euro jährlich durch die Hundesteuer ein. Aber nur rund 20000 Euro stehen dem Amt für Abfallwirtschaft und Grünflächen für Beutelspender für den Hundekot zur Verfügung. Das wollen die Grünen jetzt ändern. Sie schlagen vor, mehr Beutelspender aufzustellen. Außerdem müssten die Haufen schneller beseitigt und die Hundebesitzer stärker auf ihre Pflichten aufmerksam gemacht werden. Vor der gestrigen Diskussion im Umweltausschuss hat Dagmar Kuklinski, Abteilungsleiterin Abfallwirtschaft, einen Überblick über die aktuelle Situation gegeben. Dabei kam heraus, dass es in der Stadt bereits 187 dieser Spender mit den Tütchen für den Hundekot gibt. Das bedeutet statistisch gesehen einen für 64 Hunde. 27 davon werden von der Stadt betrieben, die anderen von großen Vermietern. Allerdings werden die Beutelspender sehr unterschiedlich angenommen, sagte Dagmar Kuklinski. Sie verwies auf Zerstörungen und Schmierereien. Zudem würden die Spender ignoriert, wie auch ein Pilotprojekt in Pieschen gezeigt habe. Als Alternative schlägt ihr Amt vor, Hai-Dogs, das sind multifunktionale Papierkörbe, aufzustellen. Die seien ausreichend groß, robust und pflegeleicht...." [zur Originalmeldung]

Wenn wir, wie bei dem aktuellen Scheißwetter, mit unserem Hund nicht gerade im Garten sind, wo er seine beschissenen Geschäfte auf den weitläufigen Elbwiesen erledigen kann, müssen wir mit ihm natürlich in unserer Wohngegend ab und zu mal eine Runde um den Block gehen. Dabei kommen wir an zwei schicken Hundetoiletten vorbei - nicht beschmiert oder beschädigt, wohlgemerkt. Allerdings nutzen die Scheißdinger den Hundebesitzern wenig. Und warum?

Suchbilder: Was stimmt da nicht?

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Na, hat jemand die Antwort gefunden?

Ich sag´s Euch einfach: Es sind keine Tüten im "Tütenspender"! Und das war nicht nur gestern so als ich die Photos machte, sondern das ist der Dauerzustand, seit die "Tütenspender" vor ca. zwei Jahren aufgestellt wurden. Da ist es doch wohl kein Wunder, daß sie von den Hundebesitzern glatt ignoriert werden... Das Geld für die Spender hätte man sich also getrost sparen können.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich will nicht sagen, daß ein nutzloser "Tütenspender" der Freifahrtschein für alle Hundebesitzer ist, die Haufen ihrer Vierbeiner einfach überall rumliegen zu lassen. Selbstverständlich kann man sich auch selbst Tüten mitnehmen und sie samt Inhalt in einem normalen Abfallbehälter entsorgen.

Aber der Mensch ist nun mal bequem und manchmal auch vergeßlich. Grad keine Tüte zur Hand? Ok, schnell weitergehen, hat ja hoffentlich keine gesehen... Diesen Hundebesitzern muß man ein Stückchen entgegenkommen. Es bringt nichts, nur über sie zu meckern, ständig alle Hundehalter unter Generalverdacht zu stellen und an ihr Pflichtbewußtsein zu appellieren.

Daß das mit dem Entgegenkommen funktioniert, zeigt die Praxis in der Schweiz. Dort stehen in den Städten und Erholungsgebieten massenhaft Hundetoiletten rum, und alle sind mit Tüten bestückt. Als Hundebesitzer kommt man praktisch zwangsläufig daran vorbei, und selbstverständlich nimmt man sich von dort Tütchen für den Fall der Fälle mit. Häufig befindet sich eine Hundetoilette sogar in unmittelbarer Näher eines gerade frisch platzierten Stinkhaufens, so daß man nur ein paar Meter gehen, sich ein Tütchen holen, es befüllen und in den Behälter werfen muß. Das ist bequem, unkompliziert und selbst für die faulsten Naturen gerade noch annehmbar. Außerdem verstärkt die hohe Anzahl der Hundetoiletten den moralischen Druck auf die Hundebesitzer. Keiner kann sich mehr damit rausreden, dummerweise ausgerechnet heute seine Tüten vergessen zu haben.

Geht das nur in der reichen und sowieso viel ordentlicheren Schweiz? Das kann ich mir nicht vorstellen. Wenn ich lese, welche Summen Dresden durch die Hundesteuer einnimmt, bin ich geneigt zu glauben, daß auch bei uns ein paar dünne Plastiktütchen finanzierbar wären. Mir ist schon klar, daß die Hundesteuer, wie übrigens alle Steuern, nicht zweckgebunden erhoben werden. Sie dient allgemein der Finanzierung des Staates bzw. der Gemeinde. Die Kfz-Steuer fließt auch nicht unmittelbar in den Straßenbau oder in Projekte zur Entwicklung zukunftsfähiger Antriebsarten. Immerhin werden aber noch Straßen gebaut und (hin und wieder) instandgesetzt. Die Hundesteuer dagegen wird vielerorts tatsächlich nur als wunderbare Einnahmequelle betrachten. Nur ein Bruchteil wird zur Verbesserung der für alle Betroffenen lästigen Situation eingesetzt. Man beachte die im zitierten Artikel genannten Zahlen: Von 1,3 Millionen Euro (!) Hundesteuer landen beim Grünflächenamt gerademal 20.000 Euro! Zweckungebundenheit von Steuern hin oder her; das steht nun wahrlich in keinem vernünftigen Verhältnis mehr.

Also liebe Stadträte, statt noch mehr Spender aufzustellen, die am Ende gar nichts spenden, sollten vielleicht die vorhandenen Hundetoiletten erstmal regelmäßig bestückt werden. Dann schauen wir nochmal, ob die Akzeptanz tatsächlich so schlecht ist.

Falls es sich bei den Beutelspendern in unserer Gegend um solche einer großen Wohnungsgenossenschaft oder -gesellschaft handeln sollte, die ja offensichtlich 160 der insgesamt 187 Hundetoiletten betreiben, sollte die Stadt darauf hinwirken, daß sie auch in einem nutzbaren Zustand sind. Zur Not müssen sie eben von der Stadt übernommen und bestückt werden. Sie ist es schließlich, die uns die Hundesteuer aus der Tasche zieht, nicht die Grundstückseigentümer.

So, genug Scheiße gelabert für heute.

23.2.09

frühreifes Kellerkind

Zwar hatte Nicole das Bäumchen etwas näher an das Kellerfenster gestellt, aber es hat noch immer recht wenig Licht dort unten. Das scheint unser Kellerkind allerdings kaum zu stören. Waren vor ein paar Wochen nur einige wenige Blattansätze zu sehen, bildet sich jetzt schon eine regelrechte "Krone".

Austrieb Pfirsichbäumchen (03)

20.2.09

Reges Treiben im Fensterbanktreibhaus

Das ging fix! Am 01. Februar habe ich das Fensterbanktreibhaus wieder eingerichtet. Schon eine Woche später zeigten sich die ersten Tomaten-Keimlinge (Roma).

Fensterbanktreibhaus 2009 (03)

Heute sieht´s so aus:

Fensterbanktreibhaus 2009 (06)

Links ein regelrechter Tomaten-Rasen, zumindest im vorderen Teil der Schale bei den Roma-Tomaten. Im hinteren kommen ein paar Marzano-Keimlinge, die sich aber noch etwas mehr Zeit lassen.

In der mittleren Schale schauen vorn ein paar Auberginen raus und in der hinteren Hälfte einige Mini- bzw. Cocktailtomaten.

Rechts - noch etwas dürftig - die Studentenblumen.

Fensterbanktreibhaus 2009 (05)

In den beiden überdachten Pflanzschalen wachsen roter und gelber Gemüsepaprika, Chilis und noch ein paar Studentenblumen heran.

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